La Petite Patate

……………Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse!

Wie tief kann man sinken? Februar 8, 2009

Gespeichert unter: Auf dem Land, Aus aller Welt, Begegnungen, Gesundheit, Kinder, Mein Leben, Soziales, Sport — lapetitepatate @ 5:15

„Ja, was macht die Kartoffel denn nun für eine Sportart? Und warum gackert sie erst und legt dann nix?“


Solcher Art Gedanken werden Sie, meine lieben Leser, nachts um den Schlaf gebracht und tagsüber die Konzentration geraubt haben.

Es tut mir leid, dass ich Sie so lange auf die Folter gespannt habe. Aber ich musste mich erst einmal von den sportlich ambitionierten Anstrengungen der letzten Tage erholen. Wie Sie wissen, war die perfekte Ausrüstung bereits angeschafft, und gut vorbereitet ging’s dann auch ans Werk.

Zuerst einmal in der Theorie. Zu klären waren folgende Grundsatzfragen:

- Sind Kartoffeln hydrophil?

- Was ist zu tun, wenn Chlorwasser in die Kartoffelaugen kommt?

Nun zur Praxis.

Alles begann mit einem Winterspaziergang um den Kartoffelhäuser See. Eine vertraute Umgebung, duftendes Wasser links und Hundehaufen rechts. Und plötzlich steht da ein neuer Schaukasten! An meinem See, direkt neben dem Anglerverein, wo’s im Sommer immer die dicksten Fischbrötchen der Welt gibt. (Hab ich schon mal erwähnt, dass ich jedes Mal schon nach einem halben Fischbrötchen kapitulieren muss? Es schüttelt mich dann immer so vor lauter sauer. Aber das nur am Rande.)

Ich guck also in den Kasten, trete dabei mit dem Profil meiner Sportschuhe einen verdammt großen Hundehaufen in die Breite, und kann nicht glauben, was da beworben wird. Zum Glück schaffe ich es noch, ein Foto zu machen, bevor mich ein brutaler Lachanfall ausschaltet.

Plitsch platsch Pinguin...

Unterwasser-Rugby? Für Kinder? So was gibt es?

Schauen Sie sich das Bild mal genauer an. Würden Sie wollen, dass Ihre kleine, zarte Tochter Clara-Sophie da mitmacht? Ich finde ja, in dieser Mannschaft gibt es auffallend viele… monumentale Jungs! Scheint fast so, als geht ins Unterwasser-Rugby alles, was zu behäbig ist fürs Fußball und zum Nintendo spielen zu dicke Finger hat. Und es ist für die kleinen Racker so wunderbar gelenkschonend, wenn sie unter Wasser ihre Aggressionen auslassen können. Toll.

Ist der Trainer dann auch unter Wasser dabei oder macht er es wie der weiße Hai? Dann munter werden, wenn das Wasser sich rot verfärbt?

Fest steht, wenn Ihre Tochter Unterwasser-Rugby spielen darf, sind sie als Eltern ganz sicher nicht überbehütend und können pädagogisch auch mal loslassen.

Mein persönliches Fazit zum Thema Unterwasser-Rugby:

Fett schwimmt oben, und die Kleinen müssen unten rumwuseln und die Punkte machen. Raten Sie mal, wer am Ende dann wieder feist den Pokal ins Bild hält. Genau. Der Ottfried-Kevin.

 

Kartoffel will’s wissen Februar 3, 2009

Gespeichert unter: Auf dem Land, Aus aller Welt, Cartoon, Gesundheit, Sport — lapetitepatate @ 10:13

I wanna swim with you...

Die Kleine Kartoffel interessiert sich für eine noch recht unbekannte  Extrem-Sportart und möchte demnächst  – perfekt ausgerüstet – an einem Probetraining teilnehmen.

Wer errät, welchen Sport die Kartoffel machen will, bekommt von mir eine Portion Kartoffelsalat mit Mayonaise.

Ein heißer Tipp: diese körperliche Betätigung ist nichts für lauwarme Pellkartoffeln mit Quark.

 

Kartoffel & zu viel Haut in scharfen Kurven August 13, 2007

Gespeichert unter: Begegnungen, Mein Leben, Sport — lapetitepatate @ 1:39

Ein Mercedes reiht sich an den nächsten. Oh, so viele Kurven, da fährt man besser sichere 35km/h, damit’s keinen von der Straße haut – oder der Hut verrutscht. Aus dem Alter für Risikosportarten ist man schließlich raus.

Am Wochenende wird mein idyllischer Heimatort zum Ausflugsort der reifen Städter. Und meine wild romantische Joggingroute zum Pilgerweg für alle, die unter der Woche lieber laufen lassen.

Es ist eindeutig zu voll!
Vielleicht zum Vergleich: Stellen Sie sich Berlin während dem CSD vor. Genauso ist es hier am Sonntag. Nur eben ohne Lesben, Schwule und Transgender. Ach ja, denken Sie sich noch die Lebensfreude und den Sex weg.
Nackte Haut? Ja, die gibt’s. Leider. Weiße, dicht behaarte Männerbeinchen, nur spärlichst bedeckt mit engen Shorts und Tennissocken. Oder Damen, die sich noch mal ins Satin-Top aus der letzten Freiluftsaison gepackt haben. Ich kann da gar nicht mehr hingucken.

Tief einatmen. Und ausatmen.

Da wälzt sich also die halbe Stadt in Zweierreihen durch mein Naherholungsgebiet. Immer vorneweg zwei Männer, und hintendran – sich heillos verquatschend – ein Pärchen Frauen.
(Nein, nicht was Sie jetzt denken. Achtung: es ist nicht der CSD!)
Diese Menschen machen also einen so genannten Verdauungsspaziergang. Nach dem Mittagessen, vor dem Kaffee, nach dem Kaffee, vor dem Abendessen. Und wenn man erst mal den guten Kilometer vom Auto bis zum Lokal geschafft hat, dann darf man auch stolz sein. Landluft macht schließlich Hunger und Durst.

Darauf einen Schnaps.

Eine harte Probe für mich. Sonntags geh ich da nicht mehr raus. Nacktschnecken kann ich aus tief empfundener Liebe zu allem Leben noch umlaufen. Aber bei ausschwärmenden Städtern kann ich für nichts garantieren.

 

Kartoffel & Schnecken August 9, 2007

Gespeichert unter: Mein Leben, Sport, Tierwelt — lapetitepatate @ 1:07

Wäre dies nicht mein erster richtiger und ernstzunehmender Eintrag, dann würde ich heute gerne über das Sozialverhalten von Nacktschnecken bei Regenwetter schreiben. Ich würde Ihnen hier genau an dieser Stelle berichten, was mir heute Morgen Unglaubliches und Abscheuliches beim Joggen in der freien Natur passiert ist.

So in etwa würde der Eintrag dann wahrscheinlich aussehen:

Es kostet eine Kartoffel wie mich, die gerne auch einmal Sofas durchsitzt, schon einiges an Überwindung, bei anhaltendem Nieselregen in luftigen Sporttextilien vor die Haustür zu gehen. Erst mal den Berg hoch, dann vorbei an glotzenden Kühen und nassen Pferden. Und schon ist man entlohnt! Wie herrlich sie doch ist, die Natur! Da hat sich das Rausgehen doch glatt wieder gelohnt!

Jaaa, rausgehen, das haben sich auch die 397 Nacktschnecken gedacht, die sich da in den unterschiedlichsten Zustandsformen über meinen zu bewältigenden Jogging-Weg verteilen! Ein Freund von mir behauptet immer, das Umlaufen der Schnecken bringe ihn zu sehr aus seinem Laufrhythmus raus. Er und ein paar Traktoren und Geländewagen sind also offensichtlich dafür verantwortlich, dass eine nicht gerade kleine Menge der lokalen Schneckenpopulation sich breiförmig auf dem Asphalt breit macht.

Kinder, Kinder, eine echte Herausforderung für eine nüchterne, unbefrühstückte Kartoffel! Da man mir aber kürzlich beigebracht hat, beim Joggen niemals nach vorne zu schauen, sondern immer stoisch den Weg vor mir zu beglotzen, schaue ich also hin. Ganz genau.

Nach Luft schnappend und inzwischen leicht grünlich angelaufen, sehe ich folgendes Zombie-Szenario: auf jeder zermatschten Nacktschnecke sitzen mindestens zwei lebende Nacktschnecken! Was zur Hölle machen die da? Gucken, wie Tante Helga von innen aussieht? Oder nachschauen, warum Onkel Karl in letzter Zeit so drastisch an Haltung verloren und zuletzt immer so betreten gewirkt hat?

Nein, bleiben wir bei der nackten Wahrheit. Schnecken schmecken Schnecken einfach verdammt gut.

 Familienbesuch. Aus der Perspektive des Opfers.

Familienbesuch. Aus der Perspektive des Opfers.