„Ja, was macht die Kartoffel denn nun für eine Sportart? Und warum gackert sie erst und legt dann nix?“
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Solcher Art Gedanken werden Sie, meine lieben Leser, nachts um den Schlaf gebracht und tagsüber die Konzentration geraubt haben.
Es tut mir leid, dass ich Sie so lange auf die Folter gespannt habe. Aber ich musste mich erst einmal von den sportlich ambitionierten Anstrengungen der letzten Tage erholen. Wie Sie wissen, war die perfekte Ausrüstung bereits angeschafft, und gut vorbereitet ging’s dann auch ans Werk.
Zuerst einmal in der Theorie. Zu klären waren folgende Grundsatzfragen:
- Sind Kartoffeln hydrophil?
- Was ist zu tun, wenn Chlorwasser in die Kartoffelaugen kommt?
Nun zur Praxis.
Alles begann mit einem Winterspaziergang um den Kartoffelhäuser See. Eine vertraute Umgebung, duftendes Wasser links und Hundehaufen rechts. Und plötzlich steht da ein neuer Schaukasten! An meinem See, direkt neben dem Anglerverein, wo’s im Sommer immer die dicksten Fischbrötchen der Welt gibt. (Hab ich schon mal erwähnt, dass ich jedes Mal schon nach einem halben Fischbrötchen kapitulieren muss? Es schüttelt mich dann immer so vor lauter sauer. Aber das nur am Rande.)
Ich guck also in den Kasten, trete dabei mit dem Profil meiner Sportschuhe einen verdammt großen Hundehaufen in die Breite, und kann nicht glauben, was da beworben wird. Zum Glück schaffe ich es noch, ein Foto zu machen, bevor mich ein brutaler Lachanfall ausschaltet.
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Unterwasser-Rugby? Für Kinder? So was gibt es?
Schauen Sie sich das Bild mal genauer an. Würden Sie wollen, dass Ihre kleine, zarte Tochter Clara-Sophie da mitmacht? Ich finde ja, in dieser Mannschaft gibt es auffallend viele… monumentale Jungs! Scheint fast so, als geht ins Unterwasser-Rugby alles, was zu behäbig ist fürs Fußball und zum Nintendo spielen zu dicke Finger hat. Und es ist für die kleinen Racker so wunderbar gelenkschonend, wenn sie unter Wasser ihre Aggressionen auslassen können. Toll.
Ist der Trainer dann auch unter Wasser dabei oder macht er es wie der weiße Hai? Dann munter werden, wenn das Wasser sich rot verfärbt?
Fest steht, wenn Ihre Tochter Unterwasser-Rugby spielen darf, sind sie als Eltern ganz sicher nicht überbehütend und können pädagogisch auch mal loslassen.
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Mein persönliches Fazit zum Thema Unterwasser-Rugby:
Fett schwimmt oben, und die Kleinen müssen unten rumwuseln und die Punkte machen. Raten Sie mal, wer am Ende dann wieder feist den Pokal ins Bild hält. Genau. Der Ottfried-Kevin.

