La Petite Patate

……………Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse!

Quellkartoffeln, Schmeerkäs und Worscht November 15, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Aus aller Welt, Begegnungen, Mein Leben, Politische Anklänge — lapetitepatate @ 1:25

Viele werden sich jetzt natürlich gefragt haben, was die kleine Kartoffel gestern so gemacht hat. Ich weiß, dass ich als Kartoffel des öffentlichen Lebens da auch etwas in der Pflicht stehe, mein Leben mit meinen patatophilen Freunden zu teilen.

(Vorab soll hier aber noch angemerkt werden, dass man heute auch als tolle Knolle nicht mehr einfach so vom Gutaussehn und dem Einkommen der Killergurke leben kann. Und dann gibt es eben manchmal Angebote, bei denen man nicht nein sagen kann.)

Okay, also da war ich:
(Das „Kartoffelhäuser Käseblatt“ wusste natürlich vorher Bescheid.)

Mahlzeit!

(Für unsere hochdeutschsprechenden Leser: die SPD hatte zum Abendbrot „Pellkartoffeln mit Quark und hausgemachte Wurst“.)

Dann, als alles fast schon vorbei war, hab ich mir noch ein Los gegönnt.

Und was soll ich sagen – Zack! Hauptgewinn:

Heiß und fettig!

Na super.

 

Kartoffel und die 3 Unheiligen Januar 11, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Begegnungen, Kinder, Mein Leben, Politische Anklänge, Soziales — lapetitepatate @ 9:55

Letzten Sonntag hat’s bei uns an der Haustür geklingelt.
„Mein Mitmensch wird sich schon darum kümmern“, denke ich noch so, als es von unten mir mehr als lieblich entgegenflötet:
„Toffiiiiii, kommst du mal?!“.
Bei diesem Tonfall war mir sofort klar, da steht jemand vor der Tür, der ganz bewusst für mich gekommen sein muss und der in diesem Moment schon zuhört. Scheiße. Meine Mutter? Eine Blogleserin, die zum Kartoffelklatsch vorbeigekommen ist?

Dann schon mit etwas mehr Nachdruck: „Kommst du jetzt? Du bist doch ka-tho-lisch!“
Bitte was? Hä?
Und da sehe ich auch schon das ganze Ausmaß des Schreckens. Die Sternsinger. Die waren noch nie bei mir!

Da stehen also drei kleine Kinder vor mir, alle mit dilettantisch gebastelten Pappkrönchen (in mausgrau!) und Umhängen aus uralten Vorhangstoffen, in denen gerade in diesem Moment eine Kolonie Milben ihre Loveparade feiert. Igitt.
Der Mohr übrigens mit offensichtlich passendem Migrationshintergrund, was die Truppe optisch und in ihrer Glaubwürdigkeit für mich aufwertet.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe durchaus Respekt vor jedem Kind, das am schulfreien Sonntag für einen guten Zweck um die Häuser zieht.

Das eigentliche Drama waren allerdings die drei jugendlichen Begleitpersonen. Drei Trutscheln, pickelig, ungepflegt und so schlecht gelaunt, dass man sich fragt, warum die das hier überhaupt machen. Was könnte dahinter stecken? So was wie der „Warnschussarrest“? Einen Tag Bettler bei der Arbeit begleiten? So als Abschreckung, damit die Damen mal sehen, was passiert, wenn man zu oft die Schule schwänzt und nie die Haare wäscht?

Während die kleinen Könige 18 Strophen „Gloria“ runterleiern, legt sich eine der Aufpasserinnen mit meinem Nachbarsjungen an, der ca. 30 m entfernt einen Heidenspaß an den singenden Kaspern hat. Ganz ladylike und der besinnlichen Stimmung keineswegs zuträglich brüllt Madame also:
„Ey, halt’s Maul!“
Die Kinder singen unbeirrt weiter. Sie scheinen schon Einiges gewohnt zu sein. Ich bekomme einen schrecklichen Lachanfall. Scheiße, was für eine skurrile Scheiße.

Als das Gesinge endlich vorbei ist, schauen mich die Könige erwartungsvoll an.
„Schön gemacht!“, höre ich mich da sagen.
Was bin ich für eine widerliche Heuchlerin. Als Abbitte spende ich sofort 5 €.

Gerade als die unheilige Karawane weiterziehen will, dreht sich die mit den meisten Mitessern noch mal zu mir um:

„Hatten sie uns bestellt?“
„Nein.“
„Scheiße. Alles umsonst.“

Ich habe mir dann übrigens noch einen Segen für mein Haus gesichert. So viel Zeit muss sein. Ich hatte da so Kindheitserinnerungen an Kreidegekritzel über der Haustür. Heute hat man sich bei der Kirche den Umständen angepasst: es gibt Aufkleber mit dem Segensspruch drauf! Wahrscheinlich, weil man den Kindern das Schreiben nicht mehr zutraut. Und aufkleben musste ich das Ding auch noch selbst.

Die Drei Weisen aus dem Morgenland sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

 

Kartoffel und der naturtrübe Apfelsaft November 14, 2007

Gespeichert unter: Auf dem Land, Cartoon, Politische Anklänge — lapetitepatate @ 9:00

(c) Hessische Staatskanzlei

Die Odenwälder Apfelkönigin mit ihren Apfelprinzessinnen

- und der Kartoffelkönigin der Herzen.

 

Aus Versehen mit aufs Bild gerutscht: Ministerpräsident Roland Koch, der voller Stolz seinen frisch erstandenen Fresskorb mit liebevoll dekoriertem Apfelsaft in die Kamera hält.

Der Neid muss es lassen: Roland hat den dicksten Schmollmund und den seidigsten Haarglanz.

 

Kartoffel, DJ Yannick und der Schäuble. Utz.Utz. September 21, 2007

Gespeichert unter: Mein Leben, Musik, Politische Anklänge — lapetitepatate @ 11:09

Also beim Radio, da kannste ja ordentlich was auf die Ohren kriegen! Gerade heute Morgen ist mir das wieder passiert. So früh am Tag bin ich für das gesprochene Wort nicht so gut zu haben. Und da ich mich für Kultursender vor 12 Uhr noch als zu unseriös empfinde, gibt’s halt den flippigen Teeniesender von hier. Musik pur! Außerdem zuverlässig anspruchsfrei!

Und selbst wenn die hyperaktiven und chronisch gut gelaunten Moderatoren Sandy und Yannick sich zu Wort melden, läuft im Hintergrund der Beat durch: Utz. Utz. Das gibt mir ein Gefühl von Struktur und ein leichtes Ziehen in den Schläfen. Hoffentlich wird das jetzt keine Migräne.

„Guten Morgen! –utz.utz. – Hey, ihr Süßen ruft weiter bei uns an! – utz.utz.“

„Hey, Leute, coole News! Jetzt sind schon 65% unserer Hörer dafür, – utz.utz. – dass Terroristen in entführten Flugzeugen abgeschossen werden sollen!“

„Cool! – utz.utz.- Ihr seid echt super drauf heute Morgen, hey krass cool!“ – utz.utz.

Aber hallo! Jetzt bin ich aber so was von wach! Ich will wirklich nicht, dass solch ein Thema im Teeniesender zwischen Songs von den No Angels und 50 Cent mal eben nebenbei völlig sinnentleert runtergenudelt wird. Reicht doch, wenn sich Politiker wie der Schäuble damit total uncool machen.

Und warum haben die juvenilen Hörer überhaupt morgens Zeit zum Telefonieren? Ist heute schulfrei oder hat der auszubildende Betrieb Maul- und Klauenseuche an den Hacken?

Die Antwort kommt prompt. Happy Sandy erklärt quiekend:

„Hey, Leute, ihr seid ja sooo cool! –utz-utz. – Und schon so krass früh wach!“

Daraufhin der Mann, der sich auskennt, unser DJ Yannick:

„Also ich finde das voll unlocker, ey! Wenn Ihr mal wieder Schule schwänzt – utz.utz. – dann schlaft doch aus!“

Aha. Jetzt geht es also auch noch um Schläfer. Das wird sicher die nächste Telefonumfrage.

Hey, Leute! Redet ihr da beim Kinderradio besser wieder über coole Drogen und lässige Verhütung. Das passt besser. In der Bravo ist ja auch kein Starschnitt von Wolfgang Schäuble. Utz.Utz.