La Petite Patate

……………Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse!

Kartoffelklatsch mit Susanne Betancor März 3, 2009

Gespeichert unter: Begegnungen, Chanson, Comedy, Kartoffelklatsch mit Promis, Kleinkunst, Kunst, Mein Leben, Musik, Theater — lapetitepatate @ 1:52
Patate mit Popette.
Patate mit Popette.

Susanne Betancor ist die Popette. Eine hinreißend wilde Mischung aus halbspanischer Posängerin und koboldhafter Chansonette. Eine Frau, die von sich behaupten darf, den Begriff „Kammerpop“ geprägt zu haben. Sie ist ein Allroundtalent, Sängerin, Musikerin, Autorin oder auch Malerin und sagt: „Kunst hat die Arschkarte. Sie muss provozieren, unterhalten, irritieren, gefallen, die Sinne anstacheln, die Welt verändern.“ Susanne Betancor hat die deutsche (Klein-) Kunst landschaftlich entscheidend mitgeprägt, einmal kräftig alles umgepflügt mit so wunderbaren Programmtiteln wie „Vollzeitfrisur“ oder „Wurst“.

Erwähnt werden müssen natürlich noch die von der Presse viel bewunderten beweglichen Augenbrauen und Betancors Fähigkeit zur „mimischen Spontanentgleisung“. Die Popette, das ist eine Künstlerin mit Meinung, die mit ihren urkomischen, hochmusikalischen und verspielt skurrilen Shows den Kampf aufgenommen hat: „Ich muss mich wehren gegen Ödnis, Dumpfbackigkeit, Dünkel, den konservativen Reload – reaktionäres Dumpfkabarett, Arschcomedy, den ARD-Freitagsfilm…“

Weichkochend. Bissfest. Très dangereuse.

Kartoffelklatsch mit Susanne Betancor.



1. Mein schönstes Erlebnis mit einer Kartoffel:

eine hat mich letztens im Supermarkt gegrüsst

2. Mit diesem Buch kann man am besten Spinnen erschlagen:

sowas mach ich nicht…und wenn’s sein muss, dann aber mit ÜBERLEBNISS von Ulla Berkewitz

3. Es ist unfassbar, aber bei diesem Film muss / kann ich immer heulen:

ich heule bei allen Filmen, am liebsten bei West Side Story

4. Der Tag ist für mich gelaufen, wenn folgendes Lied im Radio kommt:

…du lässt dich gehn…

5. Mein unvergesslichstes Erlebnis im Schulsport war:

dass der Wille alles ist

6. Ich geb’s zu, als ich 13 war, hatte ich ein Poster an der Wand von:

äh Picasso? glaub ich

7. Niemand sollte je erfahren, dass ich:

hospitalisiere

8. Sonntagmorgen möchte ich auf keinen Fall, dass…

mein Nachbar seine Rolladen hochreisst.

9. Wenn ich Schwarzenegger im Schwimmbad treffe, würde ich ihm sagen:

ich weiss du hast Freischwimmer, aber ich hab Fahrten, ich hab sogar FreiFahrten nur kein Rettung.

10. An mir wird immer unterschätzt, dass ich:

kochen kann

11. Dafür stehe ich sogar nachts auf:

um zu pinkeln

12. Ich hätte besser den Mund gehalten, als ich…

neulich jemandem den Weg erklärt habe

13. Zu einem perfekten Schaumbad gehört für mich:

Schaum

14. Wenn mein Leben ein Roman wäre, würde er mit folgendem Satz beginnen:

es war wohl so…

15. Wenn morgen mal wieder überraschend eine Fee bei mir klingelt, wünsche ich mir:

Marzipan

Bonusmaterial:
Was ich einer Kartoffel schon immer mal sagen wollte:

halt durch.


Visuelles Kurzpsychogramm:

All about Betancor.


… alles und noch viel mehr über die Frau, die mit den Tönen tanzt:


http://www.betancor.de/

http://www.myspace.com/betancor

.

..


Vi

 

Sind Sie karnevalisierbar oder gehn sie auf Distanz? Februar 20, 2009

Gespeichert unter: Auf dem Land, Aus aller Welt, Begegnungen, Kunst, Mein Leben — lapetitepatate @ 10:34

Wenn alles so läuft wie geplant und nichts dazwischen kommt, findet ja nächste Woche wieder verstärkt dieses „Fasching“ statt. Ich bin darauf vorbereitet, soll es doch kommen. Während andere sich närrisch durch die Turnhallen schunkeln und saufen, muss ich arbeiten. Und nicht nur das, nein, ich muss verkleidet arbeiten. Mein Klassiker war ja immer das Kostüm „Kleiner Vampir“, über die Jahre hinweg recht perfektioniert mit Umhang, Kunstblut und versiffter Gruft-Wuschelperücke. („Du, Toffi, hast du heute was mit Deinen Haaren gemacht?!“)

Am diesjährigen Rosenmontag gibt es jedoch einschneidende, selbst für Insider unvorhersehbare Veränderungen.

Ich gehe als Roger.

Roger, der Pirat.

In meiner Phantasie ist er einer dieser sehr tapferen Piraten, die auf der Black Pearl bei Captain Jack Sparrow arbeiten. Der Kajal hat sich durch das viele salzige Wetter über die Jahre ins Gesicht gebrannt und zum Rasieren fehlt einfach die Zeit. Jedenfalls lag meiner Piraten-Rastafari-Zottelperücke ein Vollbart bei, der mittels zweier Klebestreifen an meinem Gesicht befestigt werden soll. Na, da bin ich ja mal gespannt. Wahrscheinlich werde ich bereits an meinem ersten Tag als Pirat jämmerlich verhungern, weil ich Lebensmittel, die mit Haaren in Berührung gekommen sind, grundsätzlich verabscheue. (Hinzu kommt ja noch dieses lästige Hairball-Problem, man kennt das ja. Bei kleinen Katzen mag glucksendes Würgen ja putzig sein, aber nicht bei Piraten.)

Das Demütigendste an Fasching ist für mich, dass ich alle Jahre wieder zwangskarnevalisiert werde, ich dann aber doch irgendwie originell ausschauen will – und prompt wird das Kostüm völlig verkannt bzw. überhaupt gar nicht erst erkannt. Letztes Jahr wurde ich für Bill Kaulitz gehalten. Das war bitter.

Noch bitterer hat es meine Freundin Bettsy erwischt. Sie war nämlich mal richtig mutig und hat sich auf einen Umzugswagen gestellt, der das frech-frivole Motto „Titty Twister Bar“ hatte und genaugenommen eine Wagenladung scharfer Schlampen in sexy Outfits durchs Dorf kutschierte. Man sagt, besorgte Eltern hätten ihren Kindern die Augen zugehalten, so heiß war die Show. Ein Kind allerdings hatte alles gesehen und auf meine Nachfrage, wie die liebe Tante Bettsy denn so ausgesehen habe hoch auf dem geilen Wagen, da kam folgender legendäre Satz, der sämtliche kostümlichen Anstrengungen ad absurdum führt:

„Och, die Bettsy sah aus wie immer!“

In diesem Sinne: Narhallamarsch!

Lasst es krachen und denkt immer daran: Am Aschermittwoch ist alles vorbei!

Tataaaa!

…..

Allen Freunden des ganzjährig lustigen Liedes möchte ich die legendäre Anti-Karnevalshymne „Rheinländer“ von Pigor & Eichhorn ans Herz legen. Lautsprecher aufdrehen und auf der Metaebene mitschunkeln. (Und wer mag, kann dazu vorsichtig seinen Locher öffnen und mit dem Zeigefinger im Takt durch die Konfettis wuscheln.)

 

The Kotelett of love Januar 25, 2009

Gespeichert unter: Begegnungen, Chanson, Comedy, Kleinkunst, Kunst, Liebe, Mein Leben, Musik, Theater — lapetitepatate @ 4:53

„Kennste eine, kennste alle – stimmt aber nicht!“

Sagt La Signora. Recht hat sie.

Wenn man erst mal alle bekannten Namen der Musik-Kleinkunst mehrfach gesehen hat, ganz viel Futter bekommt, aber nicht mehr satt wird, dann wird es höchste Zeit, die Fühlerchen nach etwas Neuem auszustrecken.

Getrieben von der unstillbaren Gier nach kultureller Befriedigung, strandete ich also gestern Abend im Theater. Nein, „Theater“ ist das falsche Wort, es ist ein kulturelles Zentrum, dessen Leitung sicherlich tagsüber im Frauenbuchladen arbeitet und wo die Techniker Wollmützen tragen und Sozialarbeit studieren. Und kalt isses da immer („Die Zuschauer und die Scheinwerfer machen dann genug Hitze, da braucht’s keine Heizung!“ – Diese Rechnung geht allerdings nur bei einem vollen Saal auf. Danke.) Im Foyer sitzt gern ein reifes, russisches Zwillingspaar, zwei schwedisch-blondierte Damen mit gut und gern 1,87m Körpergröße (sitzend) und riesigen Händen, die nach Berufskillern ausschauen. Bei meinem letzten Besuch in diesem Etablissement gab’s Wodka und Hustenbonbons von Pigor & Eichhorn – und in meiner Kloschüssel lagen rote Rosenblätter. Find ich nett, da komm ich wieder. Diesmal allerdings mit Schal und Handschuhen. Sicher ist sicher. Aber ganz umsonst.

carmela de feo Wo La Signora auftritt, wird es heiß, denn La Signora ist „The Kotelett of Love“. Heiß und fertig und so anschmiegsam wie spritzendes Bratfett.

Carmela De Feo heißt die Musik-Comedy-Künstlerin, die so überzeugend wie absurd die Bühnenfigur „La Signora“ zum Leben erweckt. Eine zarte Frau im biederen schwarzen Rock und Blüschen, zugeknöpft von oben bis unten. Völlig unerwartet und anfangs von vielen Leuten unbemerkt, stürmt sie von hinten in den Saal und wühlt sich schimpfend und keifend den Weg durch die Menge. Schnell wird klar: Das wird kein kuscheliger Wohlfühlabend, das wird harte Arbeit. Denn La Signora ist die geballte Autorität! La Signora ist ein Star! Eine rassige italienische Vollblut-Diva aus Oberhausen! (Dass sie dabei ausschaut wie eine hutzelige Omi aus Sizilien, kann sie sich erlauben, denn wahre Schönheit kommt von innen.)

La Signora, geboren mit einem Akkordeon am Körper, das über die Jahre mitwuchs, begann ihre Karriere als Alleinunterhalterin auf einem Kartoffelacker. (Allein dafür hat sie meine größte Zuneigung!) Doch ein Star sucht das Licht! Anfangs noch in Form rötlicher Schummerlämpchen in einem Theater, wo auch tagsüber gespielt wurde und die Männer hinter Scheiben saßen, dauerte es nicht lange und La Signora erstrahlte im Neonlicht einer Tankstelleneröffnung.

„Ich bin die Schlachtplatte der Erotik! Und ich brauche einen Mann!“


„Habt ihr das Knacken gehört? Das war mein Eisprung!“

Eine Frau in den besten Jahren, die es ernst meint: Ein Mann muss her! Am besten ein Stalker!

Die wilde Jagd im Saal ist eröffnet. Zu diesem Zweck bleibt das Saallicht das ganze Programm über an. Das schüchtert ein und macht gewaltig Eindruck. Ich habe selten so ein konzentriertes Publikum erlebt. Halb aus Angst, halb aus Faszination, sitzen die Zuschauer mit offenem Mund da und wagen es nicht, etwas zu tun, das den Unmut der Diva erwecken könnte. Auch ich kann mich diesem rauen Charme der Terror-Erotik nicht ganz entziehen, bin aber heilfroh, an diesem Abend kein Mann um die 40 zu sein.

„Jeder Pickel ist ein Schrei nach Freiheit!“

carmela de feo

Ich finde es ja immer herzerfrischend, wenn bei all dem männlichen Künstlerüberschuss auch mal wieder eine Frau auf der Bühne steht. Eine Frau, die den Mut hat, lustig zu sein, ganz schrecklich hässlich auszuschauen und dabei trotzdem so viel Schönheit und Charme ausstrahlt, dass sich jede Menge Männer an diesem Abend freiwillig als Stalker zur Verfügung stellen.

Manchmal lässt La Signora beim Singen und Akkordeonspielen das Publikum eine klitzekleine Ahnung davon bekommen, was sie musikalisch kann. Und man ahnt, das ist jede Menge. Schade vielleicht, dass das Akkordeon nie so ganz wild entschlossen losgelassen wird und so manche skurrile Geschichte in der eigenen Absurdität zu ertrinken droht.

Wundervoll dagegen die ruhigeren Passagen, wenn La Signora auf der Bühnentreppe mitten im Publikum sitzt und ein kleines Märchen vorliest, das ihr damals die Oma in Sizilien erzählt hat, während sie dabei auf dem Schoß der Enkelin saß, die ihr das Gebiß gereinigt hat. Ein Märchen von der Schönheit und der Hässlichkeit, die nach dem Baden ihre Kleider vertauschen und seit diesem Tag immer verwechselt werden.

Und während das Publikum noch versucht, die Poesie des Moments zu begreifen, stürmt La Signora auch schon wieder los und endet in einem furiosen Finale mit einem wilden Liebeslied an ihre Heimatstadt Oberhausen. Sie tanzt! Und wie sie tanzt!

Es war ein ungewöhnlicher Abend. Ein Abend, so prall gefüllt mit kraftvoller Komik und Lust, dass man danach dasitzt und glaubt, einen Tornado überlebt zu haben. Die Frisur ist zerstört, aber der Kopf ist gelüftet vom alten Mief hübscher, aalglatter Liederabende.

„Die Liebe ist wie eine Einbauküche. Irgendwann hat man die Schnauze voll davon!“


Wenn man bedenkt, dass La Signora zur Zeit gerade erst dabei ist, einzelne Küchenelemente zum Aufbau auszupacken, wird es noch sehr viele schöne Abende am Küchentisch geben.

Auf die Liebe!

Auf die Schlachtplatte!

Go, La Signora, go!

Wer noch einen Nachschlag möchte, sollte unbedigt Carmela De Feos Homepage besuchen. Neben tollen Fotos und Videos gibt es dort die Möglichkeit, sich ganz unkompliziert als Stalker zu bewerben. Das ist doch mal ein Service!

http://www.carmeladefeo.de/

 

Ich hör Musik – Best of Rest of Cora Frost Oktober 11, 2008

Gespeichert unter: Begegnungen, Chanson, Comedy, Kleinkunst, Kunst, Mein Leben, Musik, Theater — lapetitepatate @ 9:32


„Was wäre“,
denkt der Mann im Mond,
„wenn jetzt die große Welle kommt?“


‘Wenn ich jetzt und hier sterbe, dann wäre das okay so!’

Am Donnerstag hab ich mich doch tatsächlich dabei erwischt, wie ich fast so etwas gedacht hätte. In einem kleinen Anflug von Glückstaumeligkeit. In einem perfekten Moment. Und nein, ich hatte keinen richtig guten Sex oder das ultimative Jägerschnitzel auf dem Teller. Ich war im Konzert bei Cora Frost.

Best of Rest of Cora Frost.

„Con l’amor più vero
mi son perso in te…“

Treue Kartoffelfreunde wissen es, Cora Frost ist die Künstlerin, die ich seit Jahren am nachhaltigsten bewundere. Ohne Kompromisse, ohne Zweifel: „Ich hätte ihr Pommes gemacht“!
Wie viele andere „Kleinkünstler“ habe ich schon sich über deutsche Bühnen schnulzen hören. All die schönen Menschen mit ihren seelenschmeichelnden Liedchen. Nett. Aber „nur für eine Nacht“. „Das Glück war nur von kurzer Dauer“, weil ich viel zu schnell satt wurde, und Nachschlag gab’s selten.
Nein, Musik soll mich herausfordern, ich will mich damit beschäftigen, vielleicht so, wie mit einer guten Lüge, die mit mir nachts ins Bett geht und morgens nebenan am Frühstückstisch sitzt. Unrasiert. Remember, the good lies always win.

Mit guten Liedern verhält es sich ganz genauso.


„I am a fantasy…
mirror mirror look at me
do you believe what I see…“

25 Jahre Cora Frost! (Wow, doch schon so lange!) Zeit zu feiern!
Und wenn ein Pfundsweib wie die Frost sich aufmacht, ihre Reste zum Besten zu geben, dann ist das wie eine Inventur bei Tiffany’s. Ein Lied hochkarätiger als das nexte! Von wegen „billig billig billig“!

„Seht, da kommt sie, die Hure, die dreckige, die!“

Sie hätte sich nach unten geschlafen, wird der Frost vom kongenialen Pianisten Gert Thumser da vorgeworfen. Aber wer Cora Frost an diesem Abend in Pforzheim auf der Bühne gesehen hat, der weiß, dass solch eine Vollblutkünstlerin – und fiele sie noch so tief – immer ganz oben sein wird.
Eine Ausstrahlung wie sieben Sonnen und eine Energie, dass selbst das Duracell-Häschen nervös werden würde. Die Frost singt. Und wirklich alle Zuschauer hängen an ihren Lippen, ab der ersten Note wird gejohlt und geklatscht, wie man es sonst nur bei einem Robbie Williams kennt. Und ich denke, wie schön das ist und wische mir verstohlen ein Tränchen aus dem Augenwinkel. Halb lachend, halb weinend. Es ist wohl die Art von Vorahnung, wie sie nur eine Frau haben kann.

„Wo sind nur meine Jahre geblieben?
Schob sich zwischen mich und meinen Sommer…
Hatte die Füße oft im Dreck
und den Kopf im Himmel drin…
Ich hör Musik
dahin will ich zurück…“

So ein „Best of“-Programm konfrontiert ja nicht nur den Künstler erbarmungslos mit seiner Vergangenheit, sondern rechnet auch mit mir als Zuschauer gnadenlos ab. Zeit für eine beeindruckende Bilanz.
Wie treu und zuverlässig hat mich die Musik von Cora Frost immer wieder begleitet, in Glücksmomenten, bei Seelenkater oder einfach so. Der Frost`sche Supermarkt lässt dich nicht im Stich!

Im Frühling mit der dicken Marie Blüten in Tüten gekauft, den Sommer am Ostseestrand mit Jules und Jim verbracht. Und wenn im Herbst morgens bei der Fahrt zur Arbeit die Krähen an Ljubas Küsse im Kohlfeld erinnerten, freute ich mich schon auf den Winter: endlich wieder antarktisches Petting! Alles Sachen, die es ohne Frost für mich so wohl nie gegeben hätte.

„Hier bei dir da könnt ich glücklich sein
doch die Welt sie scheint mir hier zu klein…“

Das „Best of Rest of Cora Frost“ ist so viel Musik wie absurdes Theater. Kostüme! Pailletten soweit das Auge reicht! Clownsnasen! Bademäntel! Und da, kindlich bunte Bommel an der Musik!
Herrlich übermütiger Klamauk und berührende Momente wechseln sich in Sekundenschnelle ab. 2,5 Stunden reinrassige Ausnahmekunst. Nach so einem euphorisch gefeierten Konzert mag man es kaum glauben, „dass die Bühne der einsamste Ort der Welt ist“. Wo doch vor der Bühne nur Freunde sitzen, die nichts sehnsüchtiger erwartet haben als die Rückkehr der wilden Mutter.

Goodbye Mama! Don´t smoke in bed! Und komm bald wieder!

… ,,,Auch großartig, genial und gut gelaunt:
…….Gary Schmalzl, Toni Nissl & Gert Thumser.
……(anklicken fürs große Vergnügen!)

ein geschmackvolles Tourplakat.

Schmückt jedes Kartoffelzimmer: ein geschmackvolles Tourplakat.

PS: Danke an meine Hof-Fotografin Cora-Mae für die Fotos!

 

Kartoffelklatsch mit Tanja Ries Oktober 3, 2008

Gespeichert unter: Begegnungen, Cartoon, Chanson, Kartoffelklatsch mit Promis, Kleinkunst, Kunst, Mein Leben, Musik — lapetitepatate @ 2:59

 

 

Tanja Ries. Die Elfe unter den Heldinnen des neuen Berliner Chansons. Großstadtengel mit einer Stimme, die mitten ins Herz trifft, sich dort einnistet und glücklich macht. Die Presse nannte sie die „deutsche Version von Björk“, vielleicht ist Tanja Ries aber auch einfach nur die zarteste Versuchung seit es Chansonetten gibt.

Tanja Ries ist zudem engagierte Kulturschaffende und seit einigen Jahren Gastgeberin des wunderbaren „Chansonfest Berlin“ im BKA-Theater. Als künstlerische Leitung mit Sachverstand und Herzblut gibt sie Newcomern der Chansonszene ein wohliges Plätzchen im Rampenlicht und lässt gleichfalls allergrößte Größen und wilde Mütter des Chansons zu Wort und Gesang kommen! Allein dafür geht Tanja Ries HERZWÄRTS! Da war es nur logisch, dass die Künstlerin, deren neue CD mir viele Sommerabende verzaubert hat, die begehrte Einladung zum Kartoffelklatsch von mir erhalten hat!

 

Weichkochend. Bissfest. Très dangereuse.

Kartoffelklatsch mit Tanja Ries.

 

1. Mein schönstes Erlebnis mit einer Kartoffel:
Immer wieder: das Essen … am liebsten nur mit Butter

2. Mit diesem Buch kann man am besten Spinnen erschlagen:
Ich würde niemals ein Buch dafür verwenden – immer nur Espandrillos aus weichem Gummi :-)

3. Es ist unfassbar, aber bei diesem Film muss / kann ich immer heulen:
Bei jeder einzelnen Folge von Grey’s Anatomy, bei Fimlen von Fatih Akin … und sogar beim letzten Polizeiruf.

4. Der Tag ist für mich gelaufen, wenn folgendes Lied im Radio kommt:
Ich vermeide es Radio zu hören und wähle meine Musik lieber selbst aus.

5. Mein unvergesslichstes Erlebnis im Schulsport war:
Beim Handstand vom Schwebebalken zu fallen, mit Beine breit – unangenehm.

6. Ich geb’s zu, als ich 13 war, hatte ich ein Poster an der Wand von:
Boney M. Das, auf dem sie alle nackt waren und nur mit Ketten bekleidet. Eine Beigabe der aktuellen „Super 20″- Platte.

7. Niemand sollte je erfahren, dass ich:
… mit Irokese bekleidet, als harte Punkfrau des Provinzstädchens Pforzheim heimlich zuhause Cat Stevens gehört habe.

8. Am Sonntagmorgen möchte ich auf keinen Fall, dass…
… mir die Milch beim Kochen überläuft oder ich keine Zigaretten mehr habe.

9. Wenn ich Angela Merkel im Schwimmbad treffe, würde ich ihm/ihr sagen:
Dass es so echt nicht weiter gehen kann, und ob wir uns nicht mal mir ein paar vernünftigen Menschen gemeinsam unseren Haushaltsplan anschauen wollen … vielleicht ein paar Kampfflieger weniger kaufen und die Kinder vor Armut bewahren … oder ihr ein wenig über die Wichtigkeit von Bildung erzählen, sie mit der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens vertraut machen, ihr von den Gefahren von Atomkraft berichten … ein schlichtes informatives Gespräch eben.

10. An mir wird immer unterschätzt, dass ich:
… auch lustig sein kann :-) , über einen heiligen Zorn verfüge und sogar beats baue ;-) .

11. Dafür stehe ich sogar nachts auf:
Für meinen Sohn – und nur für den :-)

12. Ich hätte besser den Mund gehalten, als ich…
meiner Lehrmeistern im Fotogeschäft, als sie mich darauf aufmerksam machte wieviele Minuten ich morgens immer zu spät komme, vorgerechnet habe, wieviele Stunden ich abends immer noch bleibe. Das hat kein gutes Ende genommen. Oder doch?

13. Zu einem perfekten Schaumbad gehört für mich:
Ruhe – ein seltenes Gut.

14. Wenn mein Leben ein Roman wäre, würde er mit folgendem Satz beginnen:
Sie sprang schon, mit beiden Beinen voran, in dieses Leben hinein, schaute sich um, wunderte sich … und machte sich ihre Gedanken. So ist das bis heute.

15. Wenn morgen mal wieder überraschend eine Fee bei mir klingelt, wünsche ich mir:
Auf diese Situtation bin ich seit meiner frühen Kindheit vorbereitet :-) . Einen Wunschring würd ich mir wünschen.

Was ich einer Kartoffel schon immer mal sagen wollte:
Es ist gut dass es dich gibt, zum stöbern, schmunzeln, amüsieren, informieren … und zum Essen eben :-)

 

Visuelles Kurzpsychogramm:

……

Sie wollen noch mehr wissen über Tanja Ries? Kann ich verstehen!

 Dann nix wie hierlang:

http://www.tanjaries.de/

http://www.myspace.com/tanjaries

 

Und hier noch ein Tipp so heiß wie die berühmten Ofenkartoffeln:

Chansonfest Berlin vom 9.-12.Oktober 08 im BKA-Theater

http://www.chansonfest-berlin.de/ 

 “Herzwärts… hin zu… oder… hmm… Herzwärts eben“

 

 

 

 

Ceci n’est pas une patate August 24, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Begegnungen, Kunst — lapetitepatate @ 9:21

 

Es stellt sich hier natürlich schon die Frage, wie viel Raum man einem Püschel einräumen darf, ohne sich selbst lächerlich zu machen. (Ich habe ja schon länger die Vermutung, dass sich Püschel Horst immer mehr in den Vordergrund zu drängen versucht.)