Als kleine verfressene Kartoffel bin ich immer rettungslos ergeben, wenn man mich liebevoll bekocht. Deshalb schaue ich auch regelmäßig „Das Perfekte Dinner“ auf VOX. Lecker, lecker und die eigene Küche bleibt sauber. Allerdings nerven mich die Werbepausen immer ganz schrecklich. Da wird dann brutal zwischen Vorspeise und Hauptgang unterbrochen, dass mir fast der Appetit vergeht.
Ich habe also nur zwei Möglichkeiten.
Erstens: während des Werbeblocks den Ton abdrehen, was sich allerdings nur für mich als ideale Lösung herausstellte. Meine Co-Couchkartoffel hasst nämlich nichts mehr als ein Fernsehbild ohne Ton und verfällt dann immer in einen dem Hospitalismus ähnlichen Zustand, bevor der Kragen platzt und das Hirn implodiert.
Okay, okay, muss ja nicht.
Also Möglichkeit zwei: Rüberzappen auf Kabel 1, wo das Quiztaxi durch ganz Deutschland inklusive Mallorca gurkt und die skurrilsten Passanten in unerwartete Prüfungssituationen bringt. Am Steuer Thomas Hackenberg, der sein Taxi zärtlich „fahrendes Baguette“ nennt und früher bei „Wie bitte“ am Start war.
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass der Herr Hackenberg ausschaut wie Bruce Willis?
Natürlich wäre das an sich kein Problem. Ich konnte bis gestern auch gut damit umgehen. Doch dann hat meine Co-Couchkartoffel zum gemeinsamen DVD-Abend „Stirb langsam 4.0″ angeschleppt. Sie wissen schon, der alternde Bruce Willis muss noch mal ran und mal wieder das ganze Universum retten.
Nach 6 Minuten und der ersten Ballerszene bin ich eingeschlafen. Selig schlummernd inmitten eines Dolby Surround 5.1-Klangteppichs aus Detonationen und Gewehrsalven.
Als ich wieder aufwache, sehe ich, wie Thomas Hackenberg unter Beschuss durch düstere Straßen fährt und wundere mich kurz, warum er blutverschmiert ist und so betont männlich Witze reißt, bis die nächste Frage kommt.
Langweilige Folge. Also schnell mal umgeschaltet zum „Perfekten Dinner“, da müsste doch jetzt gerade die Punktevergabe kommen.
In diesem Moment trifft mich der blutunterlaufene Blick der Co-Couchkartoffel.
Oh-oh. Ich bin im falschen Film. In mehrfacher Hinsicht.
Notiz für mich:
Merke, bei „Stirb langsam“ gibt’s keinen Passantenjoker!