La Petite Patate

……………Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse!

Kartoffel und das Quiz Taxi 4.0 November 5, 2007

Gespeichert unter: Aus aller Welt, Filme, Mein Leben, TV — lapetitepatate @ 3:49

Als kleine verfressene Kartoffel bin ich immer rettungslos ergeben, wenn man mich liebevoll bekocht. Deshalb schaue ich auch regelmäßig „Das Perfekte Dinner“ auf VOX. Lecker, lecker und die eigene Küche bleibt sauber. Allerdings nerven mich die Werbepausen immer ganz schrecklich. Da wird dann brutal zwischen Vorspeise und Hauptgang unterbrochen, dass mir fast der Appetit vergeht.

Ich habe also nur zwei Möglichkeiten.

Erstens: während des Werbeblocks den Ton abdrehen, was sich allerdings nur für mich als ideale Lösung herausstellte. Meine Co-Couchkartoffel hasst nämlich nichts mehr als ein Fernsehbild ohne Ton und verfällt dann immer in einen dem Hospitalismus ähnlichen Zustand, bevor der Kragen platzt und das Hirn implodiert.

Okay, okay, muss ja nicht.

Also Möglichkeit zwei: Rüberzappen auf Kabel 1, wo das Quiztaxi durch ganz Deutschland inklusive Mallorca gurkt und die skurrilsten Passanten in unerwartete Prüfungssituationen bringt. Am Steuer Thomas Hackenberg, der sein Taxi zärtlich „fahrendes Baguette“ nennt und früher bei „Wie bitte“ am Start war.

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass der Herr Hackenberg ausschaut wie Bruce Willis?

Natürlich wäre das an sich kein Problem. Ich konnte bis gestern auch gut damit umgehen. Doch dann hat meine Co-Couchkartoffel zum gemeinsamen DVD-Abend „Stirb langsam 4.0″ angeschleppt. Sie wissen schon, der alternde Bruce Willis muss noch mal ran und mal wieder das ganze Universum retten.

Nach 6 Minuten und der ersten Ballerszene bin ich eingeschlafen. Selig schlummernd inmitten eines Dolby Surround 5.1-Klangteppichs aus Detonationen und Gewehrsalven.

Als ich wieder aufwache, sehe ich, wie Thomas Hackenberg unter Beschuss durch düstere Straßen fährt und wundere mich kurz, warum er blutverschmiert ist und so betont männlich Witze reißt, bis die nächste Frage kommt.

Langweilige Folge. Also schnell mal umgeschaltet zum „Perfekten Dinner“, da müsste doch jetzt gerade die Punktevergabe kommen.

In diesem Moment trifft mich der blutunterlaufene Blick der Co-Couchkartoffel.

Oh-oh. Ich bin im falschen Film. In mehrfacher Hinsicht.

Notiz für mich:

Merke, bei „Stirb langsam“ gibt’s keinen Passantenjoker!

 

Kartoffel & der alte Boxer August 11, 2007

Gespeichert unter: Filme, Mein Leben — lapetitepatate @ 1:25

Couch Kartoffel 

Hallo! Ich bin die kleine Kartoffel. Und ja, ich gebe es zu, ich bin eine Couch Kartoffel.

Gerade bei pikanten Frauenfragen kann es manchmal sehr praktisch sein, eine gute Freundin zu haben. Vor allem, wenn man sich über heikle Themen austauchen will, von denen Männer nun mal wirklich keine Ahnung haben – zum Beispiel: Filme.

Wenn meine Freundin mir sagt: „Du, diesen Film musste dir anschauen!“, dann weiß ich sofort: „Achtung! Finger weg! Auf keinen Fall ausleihen!“ Und umgekehrt renne ich sofort los in die Videothek, wenn sie eine DVD zu langweilig oder auch zu blutig fand.

Ja, ich gestehe, ich bin offen für jegliches Filmgenre. Ich bin hier in Kartoffelhausen schon dafür bekannt, auch mal sehr frauenuntypische DVDs auszuleihen. Der junge Videothekar wundert sich immer, wie eine kleine Kartoffel wie ich mit so hartem Stoff zu Hause klarkommen will.

Nach „Saw I-III“ habe ich allerdings einige Tage lang mein Rumpsteak doch eher Medium gegessen.
Okay, nach „Die Rotkäppchenverschwörung“ hatte ich Angst, mit einem Picknickkorb allein durch den Wald zu gehen. Haste nicht gesehen, biste Teil eines Animationsfilms und musst putzige Lieder singen. Horror!

Worin sich aber wohl alle cineastischen Kartoffeln einig sind: Wegen „Rocky“ geht man nicht ins Kino. Das hat man noch nie getan, und wird es auch jetzt nicht tun. Wenn ich alte, hässliche Männer sehen will, dann parke ich bei uns vor der Trinkhalle.
Aber, hey, für 3,20 € kann man sich ja mal auf Leih-DVD anschauen, was der olle Sylvester Stallone noch so auf die Reihe kriegt als „Rocky Balboa“.

Und was soll ich sagen? Es war völlig okay, ich fühlte mich gut unterhalten. Ja, ich geb’s zu, auch wenn ich mich jetzt angreifbar mache.
Sylvester Stallone ist inzwischen 60 Jahre alt. Er sieht aus wie ein Haufen gemischtes Hackfleisch, das längst das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, und man hofft ab der ersten Nahaufnahme, dass der Film ohne Sexszenen auskommen wird. Stallone nuschelt sich 70 Minuten (bei mir zu Bildungszwecken in… na ja, nennen wir’s Englisch…) durch den Film, und am Ende wird noch mal ordentlich 10 Runden gekämpft, bis das Blut spritzt und der Dümmere gewinnt. Und das Schönste: Rocky ist es nicht. Aber er ist der Sieger der Herzen. So ein bisschen vielleicht wie Lady Diana.

Klingt nicht überzeugend für Sie? Vielleicht sollten Sie dann doch besser meine Freundin nach Filmtipps fragen.