Wer kennt das nicht: es ist Sonntag, der Schweinebraten schmurgelt gemütlich im Ofen vor sich hin, Papa diskutiert am Stammtisch Weltpolitik und die Kinder basteln Kastanienmännchen am Küchentisch, während im Hintergrund eine lustige Kinderlieder-CD von Ralf Zuckowski dudelt.
Ja, was könnte da denn noch fehlen zum perfekten Glück? Genau, eine Sättigungsbeilage zum Sonntagsbraten! Und weil Nudeln langweilig sind und Rosenkohl sowieso keiner mag, soll’s heute Klöße geben!
Klöße? Selbstgemacht? Oh, das ist aber schwer!
Denn: Der Kloß, das unbekannte Wesen!
Nicht verzagen! Mit Hilfe von Original-Zitaten der Klugscheißerschule „Wikipedia“ und einigen persönlichen Anmerkungen der Mutter aller Kartoffeln, nämlich mir, sollten falsche Berührungsängste schnell ausgeräumt und die ewige Pastafresserei endgültig vorbei sein.
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Der Kartoffelkloß – kleine Kloßkunde anhand der Kartoffelhäuser Kloßkönigin Klara Kloßi
Das Wort „Klöße“ leitet sich vom Althochdeutschen ab und bedeutet „Kugel“, „Knäul“ und findet sich auch heute noch in „Klumpen“ und „Knolle“ wieder. (Jawohl, das klingt deutsch und viel sättigender als „Farfalle“ oder „Gnotschi“!)
Die Zubereitung der Klöße ist anspruchsvoll und erfordert einiges Geschick sowie einen guten Überblick in der Küche. (Geschick? Überblick? Das klingt ja nach Akrobatik am Herd! Ich würde jedenfalls empfehlen, am Anfang nur mit 2-3 Klößen zu jonglieren!)
Um eine perfekte Kloßkönigin herzustellen, nehme man 2/3 rohe, geriebene Kartoffeln und 1/3 zerkochte Kartoffeln, dazu ein Paar fesche Sportschuhe und einen zeitlosen Marienkäferumhang.
Der Kartoffelhäuser Kloß ist idealerweise kugelrund, glatt und nahtlos geformt. Ein perfekt angefertigter Kloß lässt an seinem Schwimmverhalten erkennen, ob er gar ist. (Lassen Sie sich nicht davon irritieren, falls ein Rudel Klöße zum Synchronschwimmen ansetzt, und versuchen Sie auf gar keinen Fall, ertrunkene Klöße zu reanimieren – macht nur unnötige Sauerei in der Küche!)
Klöße werden traditionell zum Sonntagsbraten zusammen mit verschiedenen gekochten Krautsorten und einem kleinen goldenen Krönchen serviert.
Guten Appetit!
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Warnhinweis:
Bei falscher Zeiteinteilung während der Zubereitung können sich die Klöße, bedingt durch ihren Anteil an rohen Kartoffeln, während des Ziehens in heißem Wasser grün bis dunkelgrau färben.
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