La Petite Patate

……………Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse!

Der Kloß zum Sonntag November 8, 2009

Gespeichert unter: Auf dem Land, Aus aller Welt, Essen & Trinken — lapetitepatate @ 2:04

Wer kennt das nicht: es ist Sonntag, der Schweinebraten schmurgelt gemütlich im Ofen vor sich hin, Papa diskutiert am Stammtisch Weltpolitik und die Kinder basteln Kastanienmännchen am Küchentisch, während im Hintergrund eine lustige Kinderlieder-CD von Ralf Zuckowski dudelt.

Ja, was könnte da denn noch fehlen zum perfekten Glück? Genau, eine Sättigungsbeilage zum Sonntagsbraten! Und weil Nudeln langweilig sind und Rosenkohl sowieso keiner mag, soll’s heute Klöße geben!

Klöße? Selbstgemacht? Oh, das ist aber schwer!

Denn: Der Kloß, das unbekannte Wesen!

Nicht verzagen! Mit Hilfe von Original-Zitaten der Klugscheißerschule „Wikipedia“ und einigen persönlichen Anmerkungen der Mutter aller Kartoffeln, nämlich mir, sollten falsche Berührungsängste schnell ausgeräumt und die ewige Pastafresserei endgültig vorbei sein.

Der Kartoffelkloß – kleine Kloßkunde anhand der Kartoffelhäuser Kloßkönigin Klara Kloßi

Kloßkönigin Klara Kloßi

Kloßkönigin Klara Kloßi

Das Wort „Klöße“ leitet sich vom Althochdeutschen ab und bedeutet „Kugel“, „Knäul“ und findet sich auch heute noch in „Klumpen“ und „Knolle“ wieder. (Jawohl, das klingt deutsch und viel sättigender als „Farfalle“ oder „Gnotschi“!)

Die Zubereitung der Klöße ist anspruchsvoll und erfordert einiges Geschick sowie einen guten Überblick in der Küche. (Geschick? Überblick? Das klingt ja nach Akrobatik am Herd! Ich würde jedenfalls empfehlen, am Anfang nur mit 2-3 Klößen zu jonglieren!)

Um eine perfekte Kloßkönigin herzustellen, nehme man 2/3 rohe, geriebene Kartoffeln und 1/3 zerkochte Kartoffeln, dazu ein Paar fesche Sportschuhe und einen zeitlosen Marienkäferumhang.

Der Kartoffelhäuser Kloß ist idealerweise kugelrund, glatt und nahtlos geformt. Ein perfekt angefertigter Kloß lässt an seinem Schwimmverhalten erkennen, ob er gar ist. (Lassen Sie sich nicht davon irritieren, falls ein Rudel Klöße zum Synchronschwimmen ansetzt, und versuchen Sie auf gar keinen Fall, ertrunkene Klöße zu reanimieren – macht nur unnötige Sauerei in der Küche!)

Klöße werden traditionell zum Sonntagsbraten zusammen mit verschiedenen gekochten Krautsorten und einem kleinen goldenen Krönchen serviert.

Guten Appetit!

Warnhinweis:

Bei falscher Zeiteinteilung während der Zubereitung können sich die Klöße, bedingt durch ihren Anteil an rohen Kartoffeln, während des Ziehens in heißem Wasser grün bis dunkelgrau färben.

Zeitlich falsch eingeteilte Kloßkönigin.

Zeitlich falsch eingeteilte Kloßkönigin.

 

5 Responses to “Der Kloß zum Sonntag”

  1. Hallo Toffi,

    der Kloss ist ja gut gelungen, ich liebe ja Deine Toffi Bilder und am meisten Deine Texte dazu !!

    Unsere Tivoli Late Night in HH war der Hammer, was haben wir gelacht !!

    Nun freuen wir uns auf Cora Frost in der Bar J. V. in Berlin ;-)

    Liebste Grüsse nach Klosshausen von Régine & Domino

  2. Toffi schickt dicke Grüße nach Sylt zurück! :-)

  3. krokette Says:

    Mmmmh,lecker! ich mag ja klöße echt gerne,aber wenn ich sie jetzt so als königin sehe bekomme ich schon gewissensbisse sie zu verspeisen. kohlehydrate können soo schön sein!abernun ja,ich verzichte ja zur zeit wenigstens abends auf sie….schnief!
    ob ich auf „gnotschis“ ohne umhang umsteigen sollte?

  4. Mach’s wie ich: Genieß einfach tagsüber die allerfeinsten Kohlehydrate, die’s gibt! Ich persönlich steh ja total auf Kroketten. Gnotschis also für mich nur im Notfall. ;-)

  5. Gerdi Says:

    Liebe Krokette,
    als Kartoffelklosfan kann ich dich verstehen. Allerdings ziehe ich auch die gekochten vor, weil da keine Gefahr besteht, dass die unappetitlich aussehen. Und Nudeln zum Sauerbraten geht nun mal gar nicht. Ich habe da acht ein Problem.


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