La Petite Patate

……………Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse!

Thank you for flying Potato Airlines…! Dezember 31, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Cartoon, Liebe, Mein Leben — lapetitepatate @ 10:12

Und ab geht's... the sky is the limit!

Die Kleine Kartoffel wünscht allen Lesern einen kartoffelstarken Start ins neue Jahr und bedankt sich für die vielen lustigen Momente hier mit Euch! Ihr seid die besten Kartoffelfreunde, die eine Kartoffel haben kann!

Und denkt dran: „Ich werde 2009 bei der Patate immer alles lesen“ ist mindestens so ein guter Vorsatz wie: „Morgen hör ich mit dem Rauchen auf!“.

Also, packt die Raclettepfännchen und Käsefondues aus und macht Euch ein paar junge, knackige Kartöffelchen heiß! Ich backe jetzt gleich eine weiße Schokoladentorte, die meinen Besuch kalorientechnisch bis 2012 satt machen müsste, und um Mitternacht gieß ich mir wieder ein paar „Spermien“ aus Blei.

Einen hab ich noch! Es gibt mehr als gute Gründe, sich aufs neue Jahr zu freuen, denn:

Herrschaften! Ein unfassbar großes Ereignis steht ins Haus!

Demnächst hier auf diesem Blog:

Kartoffelklatsch mit Popette Betancor!


Ja, das ist der Knaller!

Prost Neujahr!

 

Kartoffel, die Literatur & das Christstollenkonfekt Dezember 27, 2008

Gespeichert unter: Aus aller Welt, Begegnungen, Literatur, Mein Leben, Musik — lapetitepatate @ 6:08

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„Gott die Herrin hatte einen jeglichen Menschen in seiner eigenen Tonart gestimmt, und Kasper konnte sie heraushören.“


Mit diesem Satz beginnt Peter Hoegs Roman „Das stille Mädchen“ – und mit ihm ein wochenlanges Martyrium für mich.

Ich geb’s zu, in Sachen Literatur hatte ich es mir in den vergangenen Monaten leicht gemacht. Einmal die ganze Thriller-Palette rauf und runter, schön blutrünstig und schwer verdaulich, dafür umso leichter zu lesen: „Der Seelenbrecher“, „Die Chemie des Todes“, „Gnadenlos“, „Gottlos“ oder „Das Grab im Wald“. Klare Message. Klarer Fall. Ich hatte einen Mordsspaß beim Lesen, aber irgendwie auch ein schlechtes Gewissen und ernsthafte Bedenken, peu à peu zu verblöden, bis ich irgendwann die Kochanleitung für Tiefkühlpizza nicht mehr verstehe, weil die Sätze zu lang sind und zu viele Fremdwörter drin vorkommen tun.

Als dann auch im 12. Psychothriller die Hauptfigur (traumatisierte Polizistin namens Kate oder Sarah, ohne Rückhalt im Team) vom saugefährlichen Serienkiller entführt und misshandelt wird (um dann vom Kollegen Ben, Jeff oder Henry, mit dem sich im vorletzten Kapitel subtil eine amouröse Liaison anbahnte, die dann in heißem Sex endete, in allerletzter Sekunde gerettet zu werden), hatte ich endgültig genug und wusste:

„Toffi, tu was für deine Bildung, sonst isses zu spät!“

Und genau an diesem Punkt trat „Das stille Mädchen“ in mein Leben. Kam so über mich, wie die Nacht über die Welt. Wie der Schimmelpilz über den Erdbeerjoghurt.

Ich lege mich also mit meiner Tigerenten-Kuscheldecke gemütlich aufs Sofa – und lese. Und lese und lese und lese. Nicht, weil das Buch irgendeine Art von Sog entwickelt hätte, sondern weil ich nicht glauben kann, was da vor sich geht: ich lese, und ich verstehe nichts. Ich lese also noch präziser, aber die Handlung erschließt sich mir einfach nicht. Hatte ich aus Versehen 32 Seiten überblättert? War ich eingeschlafen beim Lesen? Ich kenne die Personen nicht, weiß nicht, warum da immer Mönche auftauchen und warum dieser ekelhafte Clown mich depressiv macht. Das ist ein schleichender Prozess. Eben noch gut gelaunt, jetzt schon melancholisch. Alternder Clown rettet naseweises Mädchen vor bösen Machtmonstern. Und dann ist da noch diese über alles wachende „Gott die Herrin“, die das theologisch-esoterische Fass endgültig zum Überlaufen bringt.

Trotzdem war mein Ehrgeiz gepackt. Und siehe da, nur 5 Wochen und 488 Seiten später war’s soweit: der Kampf ging mit folgendem Abschnitt zu Ende:

„Was er hörte, klang auf jeden Fall schön. Auf jeden Fall wie die ganz große Galavorstellung. Und auf jeden Fall sehr, sehr beschwerlich.“

Gestern Abend um 18.46 Uhr habe ich das Buch „Das stille Mädchen“ zugeschlagen und behutsam zur Seite gelegt.

Wenig überraschend, das Ende.

Nein, überraschend wenig Ende.

Blöd, wenn zum Schluss alles anders kommt als man hätte denken können, dass es eventuell unter gewöhnlichen Umständen hätte kommen können.

Merke: Das ewig Weibliche wird allzeit überdauern. Und: Clowns sind gar nicht immer lustig, manchmal sind sie auch einfach widerlich.

Oder doch nicht, weil ja gar nichts so ist, wie es scheint vor Gott der Herrin?

Und überhaupt: warum soll man immer am Ende noch einen Knüller parat haben, eine überraschende Wendung der Handlung? Eine klitzekleine Katharis im Entwicklungs- und Reifungsprozess der Protagonisten? Diesen erlösenden Aha-Effekt? Wer Buße tut, wird das Paradies sehen? Nee, Quatsch, alles Quatsch und überholte Erwartungen, wie sie nur von einem Psychothriller-Leser kommen können. (Am Ende ist der Mörder tot, und Kate hat Ben ganz doll lieb. So geht das.)

Ich muss gestehen, ich war nach der Lektüre ziemlich verunsichert und hatte zuerst nicht mal mehr Lust auf Christstollenkonfekt. Was wäre, wenn ich der Depp bin? Und gar nicht Peter Hoeg? Was dann?

Ganz heimlich, muss ja keiner wissen, surfe ich also nach internationalen Buchbesprechungen. Und siehe da: ich bin nicht allein! Da draußen gibt’s ganz viele belesene Menschen, denen es genauso erging wie mir! Ja, genau, treffender könnte ich es nicht sagen: „Strampeln im Erzählbrei, „literarischer Mumpitz“, „pathetischer Feminismus“, „pseudo-musikologische Stilblüten“, „hanebüchene Handlung“, „esoterisch verbrämte Formeln und reichlich kitschige Szenen“…

Ahhhh, das tut gut! Das geht runter wie Kartoffelbrei!

Als nächstes lese ich „Das Kind“ von Sebastian Fitzek. Da ist schon der erste Satz Garantie für gute, spannend-verständliche Unterhaltung:

„Als Robert Stern vor wenigen Stunden diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging.“

So was macht mich sehr sehr glücklich.

 

Okay, okay, ein Gastkommentar. Ausnahmsweise. Dezember 25, 2008

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Kleiner selbstverliebter Püschel...

(Jetzt hat sich Horst so viel Mühe gemacht mit dem Baumschmücken, da will ich mal nicht so sein. )

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Es ist soweit: Fröhliche Weihnachten! Dezember 24, 2008

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Am Kamin ist ein Plätzchen...

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Caspar, Melchior und Rosenkohl Dezember 23, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Begegnungen, Comedy, Kinder, Liebe, Mein Leben — lapetitepatate @ 12:48

Speisung der Heiligen...

Und weil Fotoalbumgucken so nostalgisch macht und nur einmal im Jahr Weihnachten ist, kommt hier noch ein ganz besonderes Leckerli.

Heute aus der Reihe „Nächstenliebe“:

Die relativ klitzekleine Kartoffel füttert die Heiligen Drei Könige mit Rosenkohl-Kartoffelbrei-Pampe.


(Ich hoffe, dies hatte keine drastischen Auswirkungen auf das spätere Geschehen in der Krippe. Wer weiß, ob der pumpelsatte Melchior dann nachts überhaupt noch mal raus wollte? Und wie hat Caspar die Begegnung mit dem Godzilla im Karorock überstanden? Balthasar jedenfalls forderte Nachschlag und kam noch Jahre später immer am 23.12. pünktlich zum Abendessen vorbei.)

 

Bi-Ba-Butzemann-Bonusmaterial Dezember 21, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Begegnungen, Comedy, Liebe, Mein Leben — lapetitepatate @ 2:20

Es geht ein Bi-Ba-Butzemann...


Es geht ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Kreis herum, didel dumm.

Der Kleinen Kartoffel wurde exklusives Bildmaterial aus dem Familienarchiv der Patates zugespielt. Kaum war hier darüber geschrieben worden, können Sie jetzt schon sehen, wie genau das damals beim Bi-Ba-Butzemann-Tanz in der Küche der Urgroßmutter Philippine Patate zuging. Dank Dextropur und Toblerone sind alle Damen putzmunter und jederzeit für ein Tänzchen zu haben.

 

Drei Engel für Patate Dezember 13, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Begegnungen, Liebe, Mein Leben, Soziales — lapetitepatate @ 4:31

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Deutschland 1978.

In Kartoffelhausen feiert man mit Toblerone und Traubenzucker ausgelassen den 85. Geburtstag von Uroma Philippine Patate. Auf ihrem Schoß: La très Petite Patate mit Strumpfhosen und farblich passenden Tulpen. Man beachte: Uroma und Urenkelin haben den gleichen entspannten Gesichtsausdruck.

Ich finde es wunderbar, dieses Foto zu besitzen. Vier Generationen von Frauen aus meiner Familie für die Ewigkeit festgehalten. Vier starke Frauen, eine weichkochender, bissfester und gefährlicher als die andere. Und alle mit ganz großen Herzen und ganz viel Liebe für andere Menschen.

Wirklich wahr, ich erinnere mich sogar noch an diese Familienfeier, weil alle mit mir durch die Küche getanzt sind. Die Hände als Hut über dem Kopf, haben wir gesungen: „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Haus herum – widibumm…“. Und immer, wenn eine Runde rum war und ich wieder am gruseligen Kohleofen vorbei kam, hatte ich vor diesem glühenden Monstrum einen Riesenrespekt.

Meine Urgroßmutter hatte bis zu ihrem Tod übrigens kein einziges graues Haar und die geschmackvollste Tapete in ganz Mannheim.

Männer kommen an diesem Tag in meiner Erinnerung nicht vor, aber irgendwer muss ja das Foto gemacht haben.

 

Weihnachten von der Rolle Dezember 10, 2008

Gespeichert unter: Aus aller Welt, Begegnungen, Comedy — lapetitepatate @ 7:22

Man ist im Hygieneartikelbereich ja inzwischen einiges an geruchlichen Herausforderungen gewöhnt. Slipeinlagen à la Frühlingsbrise, so intensiv, dass man meint, eins in die Fresse zu kriegen, wenn man nur den Badezimmerschrank aufmacht, in dem sich eine geschlossene Packung dieser Slipeinlagen befindet.

Heute aber habe ich im Supermarkt etwas entdeckt, das so sehr in den Bereich des Surrealen hineinreicht, dass ich erst mal hinter dem Regal nach David Lynch gesucht habe. Der war aber nicht da, stattdessen als Sonderaktion inmitten der Lebkuchen und Plastikengel folgendes Produkt:

klopapier

Jawohl, heute hat der Arsch Weihnachtsmarkt!

Klopapier mit Rentiermotiv! Und Spekulatiusduft!


Was zur Hölle ist das? Wer denkt sich so etwas aus? Und wozu?

Saisonales Defekalieren? Damit mein Hintern auch endlich in eine vorweihnachtliche Stimmung kommt (wo er schon das ganze Jahr über nix zu lachen hat)? Damit auch mein Po mal eine grobe Vorstellung von all den knusprigen Leckereien bekommt, die normal voll an ihm vorbeigehen?

Ja, ich wische meinen Hintern mit kleinen Rentieren ab, die lieblich nach Spekulatius duften! „Erstkontakt mit Aromen“ – neu: jetzt von hinten? Da tun sich für meinen Allerwertesten ja ganz neue Welten auf!

„In der Weihnachtsbäckerei gibt’s so manche Leckerei, zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei…!“

Das sang ja schon der nette Herr Zuckowski immer so anheimelnd-anbiedernd in der Vorweihnachtszeit – ob der wusste, wovon er sprach? Hatte er Visionen, weit bevor „Touching Toilettenpapier“ die ultimative Geschmacklosigkeit auf den Markt geworfen hat?

Liebe Toilettenpapier-Industrie, schon mal darüber nachgedacht, für wen ein Scheißhauspapier mit Rentiermotiv und Spekulatiusduft alles entwürdigend ist?

Also, gedemütigt werden hier in einem Aufwasch bzw. Abputz:

  1. Spekulatius-Kekse
  2. Rentiere
  3. das Klopapier ansich
  4. mein Arsch

Ich warte jetzt nur noch auf so Warnhinweise für Allergiker wie „Kann Spuren von Nüssen enthalten“.