La Petite Patate

……………Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse!

Kartoffel drückt auf die Tube Juli 24, 2008

Gespeichert unter: Begegnungen, Mein Leben — lapetitepatate @ 12:52

Ich neige ja zu trockener Haut, und auf keinen Fall möchte ich so enden wie Madonna, bei der die Hände auf ganz unschöne Art das wahre Alter verraten. Also wird bei mir gecremt, was das Zeug hält und alles ausprobiert, was sich die Kosmetikindustrie für mich ausdenkt: Damit ich auch morgen noch faltenfrei zupacken kann! 

Aktuell verwöhne ich meine Patschehändchen mit folgendem Produkt:

 

 

Formschöne Tube, in einem mediterranen Grünton gehalten, der sofort an Wellness erinnert. Und was Sie jetzt nicht sehen können: die Creme riecht super und zieht schnell ein. Der Pflegeeffekt lässt allerdings etwas zu wünschen übrig – dafür ist der Unterhaltungswert für mich ganz hoch:

Zwei pralle Olivenbollen umspielen ein speerartig aufgestelltes Olivenblatt.

Liegt das jetzt an mir und meiner schmutzigen Phantasie? Oder ist das Design tatsächlich etwas phallisch ausgefallen?
Eine Tube voll weißem Glibberzeug, in dem ich gerade meine Hände drin bade?

Ich frage mich ja bei solchen Sachen immer, ob nicht gerade in diesem Moment irgendwo in Deutschland ein Produktdesginer in seiner stylishen Werbeagentur am Fenster steht, über die Skyline von Frankfurt schaut und dabei leise vor sich hinkichert, weil den Bossen von „Florena Handcreme“ bis heute nicht aufgefallen ist, was für eine Lachnummer da in Produktion gegangen ist.

 

Kartoffelklatsch mit Lilo Wanders Juli 19, 2008

Gespeichert unter: Kartoffelklatsch mit Promis — lapetitepatate @ 11:43

 

Lilo Wanders. Diva der Erotik. Femme Fatale mit blondem Engelshaar und energisch gepflegtem Auftreten. Seit „Wa(h)re Liebe“ gleichzeitig Sexpertin und moralische Instanz der deutschen Unterhaltungsbranche.

Lilo Wanders, die übrigens nichts mit Lilo Pulver zu tun hat, macht derzeit mit ihrem Bühnenprogramm „Sex ist ihr Hobby“ flächendeckend deutsche Theatersäle zur erotischen Zone.

Ab Oktober feiert Frau Wanders ihr 20jährige Bühnenjubiläum mit dem neuen Programm „LiebesLeben“ – allzeit bereit und frei nach ihrem Lebensmotto:

„Öffnet die Herzen – herzt die Öffnungen!“

 

Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse.

Kartoffelinterview mit Lilo Wanders.

 

1. Mein schönstes Erlebnis mit einer Kartoffel:
Du bist immer da, einfach zubereitet, eine Hauptmahlzeit oder aus dem Vorrat als Bratkartoffel zu benutzen.

2. Mit diesem Buch kann man am besten Spinnen erschlagen:
Das Lexikon der Erotik aus dem Jahr 1907, Band 1. und 2.

3. Es ist unfassbar, aber bei diesem Film muss / kann ich immer heulen:
Magnolia und The Hours

4. Der Tag ist für mich gelaufen, wenn folgendes Lied im Radio kommt:
Try von Marcy Gray

5. Mein unvergesslichstes Erlebnis im Schulsport war:
2 mal die Woche als letzter in die Riege gewählt zu werden

6. Ich geb’s zu, als ich 13 war, hatte ich ein Poster an der Wand von:
niemandem

7. Niemand sollte je erfahren, dass ich:
mit 13 beim Zigarettenklauen erwischt wurde..

8. Am Sonntagmorgen möchte ich auf keinen Fall, dass:
irgendjemand anruft

9. Wenn ich Simone Signoret im Schwimmbad treffe, würde ich ihr sagen:
dass ich sie wunderbar finde, dass sie ohne Rücksicht auf ihre vergangene Schönheit lebt, trinkt & raucht.

10. An mir wird immer unterschätzt, dass ich:
klug und gebildet bin

11. Dafür stehe ich sogar nachts auf:
zum Pinkeln

12. Ich hätte besser den Mund gehalten, als ich:
vor mehr als 30 Jahren in der Tanzstunde zu einem unschönen Tanzpartner sagte: Diesen Tanz lassen wir lieber aus.

13. Zu einem perfekten Schaumbad gehört für mich:
Sekt auf dem Badewannenrand, ein Aschenbecher, Zigaretten und ein Buch.

14. Wenn mein Leben ein Roman wäre, würde er mit folgendem Satz beginnen:
Die Geburt dieses Kindes war ein Wunder, denn…

15. Wenn morgen mal wieder überraschend eine Fee bei mir klingelt, wünsche ich mir:
Sonnenschein und warmen Südwind
Bonusmaterial:
Was ich einer Kartoffel schon immer mal sagen wollte:
O.k., es gibt dich, aber Kohlrabi ist ein ziemlich guter Ersatz für dich.

 

Visuelles Kurzpsychogramm:

 

Auf der Suche nach einem guten Rezept für Gleitgel? Exklusive Tipps von Lilo Wanders herself gibt’s hier:

www.lilowanders.de

 

Herzlichen Dank an die wunderbare Régine für die Vermittlung dieser glamourösen Interviewpartnerin und Danke auch für das Bildmaterial!

(Deshalb: Foto Frau Wanders (c) RégineBerlin… bis auf die kleine Kartoffel, die ist aus eigenem Anbau!)

 

Kartoffel und Horst Juli 11, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Begegnungen, Liebe, Mein Leben, Tierwelt — lapetitepatate @ 3:35

Voilà:

Das ist Horst. Horst, der Püschel.

 

Horst ist selber gemacht und der Einzige seiner Art in meinem Haushalt. Eigentlich wäre Horst Horst 2, weil Horst 1 im letzten Sommer spurlos verschwunden ist. Aber durch eine Nummerierung würde ich Horst degradieren und ihn in seiner ganz eigenen Schönheit und Einmaligkeit verletzen. Nein, ich akzeptiere jeden Horst so, wie er ist.

(Horst 1 war übrigens blau, so ein richtig tolles, kräftiges Blau – nicht so ein seltsames Schwarz-Lila. Aber na ja.)

Manchmal ist Horst auch im Garten anzutreffen. Bei schönem Wetter liegt er gerne am Teich.

Hier zu sehen:

 

 

… to be continued…

 

Kartoffel und die ästhetischen Aussetzer Juli 6, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Begegnungen, Mein Leben — lapetitepatate @ 1:06

Gestern war lang geplanter Großkampftag im Einkaufszentrum. Also flott die Krokette und eine Tüte Haribo (Letzteres als Proviant) ins Auto gepackt und ab in die große Stadt. Ja, stellen Sie sich die Situation ruhig so spannend vor wie damals im Film „Thelma & Louise“, zwei Frauen in einer Extremsituation: SSV bei H&M! Und Sachen gibt’s da! Röhrenjeans in XS! Soll ich mir die vielleicht über die Arme ziehen?! (Guter Spruch, gell? Leider nicht von mir. Hat die Krokette gesagt.)

Die Stimmung ist also ausgelassen heiter. Bis zu dem Moment, als spitze Schreie des Entsetzens genau aus der Umkleidekabine kommen, in die die Krokette soeben mit einem knappen Sporthöschen verschwunden ist. Oh-oh. Mir schwant Schlimmes. Wenn ich jetzt nicht sofort die richtigen Worte finde, ist der Spaß für heute gelaufen.

„Ui, das ist aber ein unvorteilhaftes Licht da in der Kabine bei dir…“ (schon mal nicht schlecht) „… also, normal siehst du gar nicht so dick aus…!“ (nicht ganz so gut).

Während meine Freundin also wenig damenhaft vor sich hinflucht, schlüpfe ich in ein kariertes Blüschen von Tommy Hilfiger. Ein Einzelstück in Größe S. Und ein billiges noch dazu: die läppischen 60€ soll’s mir wert sein. So. Reingekommen bin ich. Sitzt. Aber Moment mal, was ist da an den Oberarmen los? Spannt der Designer-Fetzen da etwa? Zu diesem Zeitpunkt hätte man mir wahrscheinlich schon locker Blut abnehmen können, so eingeschnürt war ich.

…hm, aha, durch mein leidenschaftliches Krafttraining scheinen ganz neue Problemzonen aufgetreten zu sein… rede ich mir ein und verdränge, dass ich erst einmal mit den neuen Hanteln 10 Minuten trainiert habe.

Auf den Schreck erst mal eine Ruhepause beim Starbucks unseres Vertrauens. Mit einer Extra-Portion Sahne auf dem Karamel-Frapuccino als Nervennahrung.

Fünf Stunden später, die Ausbeute der Shoppingtour: Haargummis vom H&M und Plattfüße. Dazu Bauchschmerzen vor Lachen und leichtes Sodbrennen wegen der Tüte Kokosspeck vom Hussel. Hinzu kommen pochende Kopfschmerzen, die im Douglas auftraten, als mir die liebe Krokette an meinem Arm beweisen wollte, wie lecker man das Kokosparfüm mit der Vanillelotion mischen kann. (Geht gar nicht!)

Ein Glücksmoment im Sommer: bei offenem Fenster, einen Vanilla Iced Latte-Kaffee schlürfend, neben der Krokette über die Landstraße in Richtung Heimat zu fahren.

Plötzlich fällt mein Blick auf den LKW vor uns. Nein, das kann nicht sein. Nicht in Deutschland am hellichten Tag im Hochsommer. Ich schaue ungläubig zu meiner Beifahrerin rüber – ihrem blass grünkarierten Teint nach zu urteilen sieht sie, was ich sehe.

Vor uns fährt tatsächlich ein riesiger Container, prall gefüllt mit Abfällen aus dem Schlachthof. Unglaublich große Rippenbögen mit blutigen Fleischfetzen dran wippen munter in der Abendsonne auf und ab. Fast meint man, sie würden winken.

Ich werde sofort erbrechen, falls mir im Fahrtwind auch nur das allerkleinste Stück totes Tier auf meine Windschutzscheibe klatschen sollte. (Oh Gott, ich seh’s vor mir. Platsch. Schlöööörp.)

Die Krokette ist vom exzessiven Asien-Tourismus da etwas abgeklärter.

„Du, Toffi, weißt du, woran ich grade denken muss? An die Fingerfoodplatte vom American Starimbiss in Gurkenbach!“

Doch, ja, essen könnte ich jetzt auch schon wieder.