„Bleigießen!
Schau in die Zukunft!
Ein toller Spaß für jung und alt!“
(„Achtung: Nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet! Blei und Trockenbrennstoff nicht in den Mund nehmen!“)
So viel zur Theorie des Bleigießens.
Nun zur Praxis:

So. Schaut Euch das Elend nur genau an. Das sind die gesammelten Werke einer Silvesternacht. Jaaa, da war die Luft aber mal ratz fatz richtig bleihaltig. Bombenstimmung sozusagen.
Nach dem Abschrecken ging’s dann an die gemeinsame Auswertung der Ergüsse. Zum Glück lag dem Unterhaltungspaket auch ein kleines Heftchen mit Interpretationshilfen bei. Alphabetisch angeordnet findet man nahezu alle Dinge, die man halt so gießt - und deren tiefere Bedeutung.
Beispiel: „Frau: Sex steht im Haus.“ Oder „Gurke: Hüte Dich vor Brillenschlangen.“ und „Rübe: Man hält Dich für intelligent.“
Und das sind Originalzitate!
Hallooooo? Wecker, Ziege, Quadrat, Quitte, Lippenstift, Leuchtturm??? Hat irgendwer schon mal so etwas Filigranes hinbekommen? Und wo stehen die wirklich ergießbaren Sachen? Warum will mir keiner sagen, was Phallus, Pimmel, Schwanz oder auch Spermium zu bedeuten hat?
Klar, „Storch“ gibt’s dann wieder: „Eine Beziehung zeigt Folgen“.
Nee, nächstes Jahr mache ich wieder einen Käsescheiterhaufen. Da hat man mehr davon.
PS:
Falls Sie, lieber Leser, als objektiver Betrachter irgendetwas Sinnvolles in meinen Bleiskulpturen erkennen sollten, bitte ich um sachdienliche Hinweise! Danke.