La Petite Patate

……………Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse!

Betty Blue, die Blaubeere mit dem Blues Januar 26, 2008

Gespeichert unter: Cartoon — lapetitepatate @ 3:59

 

betty blue sits on a wall

 

Während die anderen kessen Früchtchen in den ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne tanzten und sangen, saß Betty Blue mal wieder allein und unförmig auf einer grauen Mauer herum. Wirklich einsam war sie allerdings nicht, hatte sie doch ihre persönliche graue Regenwolke dabei, die immer für sie da war.

 

Kartoffel und die affige Orchidee Januar 21, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Begegnungen, Mein Leben, Pflanzenwelt — lapetitepatate @ 8:42

Zum Nikolaus habe ich von meiner Tante eine Orchidee bekommen. Nett, denken Sie? Nun ja, nüchtern betrachtet, ist solch ein Geschenk genauso sinnvoll, wie wenn man einem Vegetarier einen Ring Fleischwurst schenkt oder einem Dreijährigen ein 1000er-Puzzle von Rembrandts „Nachtwache“.

Da hatte ich nun dieses blühende Ding im Esszimmer stehen und fühlte mich sofort komplett überfordert. Also schnell mal gegoogelt, um die Befürchtung, es könne sich tatsächlich um eine Orchidee handeln, zu verifizieren.
Die Königin der Blumen, voller Anmut, Perfektion und Lebensfreude. Auch bei Google herausgefunden: es gibt keine Blumenklappen, wo man ungewollte Fauna anonym in liebevolle Hände abgeben kann. Verdammt.
Ich habe mich so hilflos gefühlt, wie es seinerzeit der Eisbärenmutter im Nürnberger Zoo ergangen sein muss. Nur, dass ich die Blume nicht einfach so in meine Höhle schleifen und auffressen konnte. Ich reagiere auf Rohkost nämlich immer mit Blähungen.
Aktive und schnelle Sterbehilfe fiel also flach, so dass das Gewächs und ich uns in stiller Übereinkunft auf eine Behandlung ohne unnötige lebensverlängernde Maßnahmen einigten. Die Prozedur ist ganz einfach, gerade bei Orchideen. Man nehme eine dicke Portion Respektlosigkeit von Seiten des Halters und gieße heute viel zu viel und dann vier Wochen gar nicht mehr. Worauf die ersten sieben Blüten ratz fatz kapitulieren und knitterig neben dem Topf rumfliegen.

Ich persönlich finde sowieso, dass blühende Orchideen überbewertet werden. Genau genommen sind Orchideen die Diven unter den Topfpflanzen und voll überheblich, nur weil sie aus gutem Hause kommen und sich deshalb für etwas Besseres halten. Den Zahn habe ich meiner Orchidee auch gleich gezogen. Wer bei „Lidl“ im Sonderangebot verscheuert wurde, der braucht gar nicht erst so arrogant vor sich hinzublühen bei mir.

Ein Gutes hat die ganze Aktion: Seit dem 6. Dezember freue ich mich darauf, dass nach dem Ableben meiner vertrockneten Freundin eine kleine schwarze Haarklammer frei werden wird, die dem Stängel der Pflanze in Krisenzeiten Halt gab. Mein biologischer Ehrenkodex verbietet es mir jedoch, eine Pflanze wegzuwerfen, die noch grüne Stellen hat… aber hey, bis nächste Woche kann ich jetzt auch noch warten – und dann gibt’s für mich endlich die elegante Hochsteckfrisur, die ich mir schon so lange gewünscht habe.

wilde orchidee III

Aktueller Blütenstand vom 20.1.08

(Schaut nur, wie wunderschön die Haarklammer ist!)

 

Kartoffel und das Urlaubsfoto Januar 18, 2008

Gespeichert unter: Cartoon — lapetitepatate @ 10:46

leise rieselt der schnee...!

Die Verrückte Killergurke macht derzeit Urlaub in Ischgl und lässt herzlichst grüßen.

(Mit vermehrtem Gurkenaufkommen ist zu rechnen.)

 

Kartoffel und die Hafennutte Januar 15, 2008

Gespeichert unter: Medien, Mein Leben, TV — lapetitepatate @ 8:01

Ich kann nicht anders. Ich muss jeden Abend „Big Brother“ schauen. Und damit komme ich in echte Schwierigkeiten. Die soziale Ächtung kann ich wegstecken, aber viel schlimmer ist, dass zeitgleich auf VOX „Das Perfekte Dinner“ gekocht wird und Thomas Hackenberg im Quiztaxi rumfährt. Hallo?! Ich kann mich doch nicht zerreißen!

Die 8. Staffel „Big Brother“! Neu: jetzt noch hoffnungsloser!

Der hauseigene Fisch versucht schon innerhalb der ersten 24 Stunden Selbstmord zu begehen. Er hatte sich das Elend kurz angeschaut und wollte dann nur noch sterben. Kein Happy End für ihn, er wird gerettet.

Die Bewohner – ein Potpourri an menschlichen Sonderbegabungen. Naddel zum Beispiel schaut aus wie Naddel, und Studentin Anki flennt seit ihrem Einzug durch. Die kleene Melly aus Marzahn gibt’s der Stripperin Isi so richtig dreckig, indem sie, als diese mal wieder wie die letzte Hafennutte auf der Matratze rumfliegt, ihr ins Gesicht sagt, dass sie wie die letzte Hafennutte auf der Matratze rumfliegt. Was für eine Frechheit! Dabei hat Isi doch Abitur und nimmt ihren Beruf ernst. (Ich gehe übrigens schwer davon aus, dass sie ausschließlich in dunklen Räumen strippt.)

Mich erinnert Isi übrigens an Laura Palmer aus „Twin Peaks“. Sie hat so diese asoziale Verlorenheit und für David Lynch-Filme typische Leere. Isi wäre sicher die Erste, die es in einem Horrorfilm erwischt, weil sie in viel zu engen Hotpants im Haus die Treppe hoch flüchten würde.

Kevin ist in dieser Staffel der neue Freak, dem die Frauen vertrauen, weil sie ihn als asexuellen Teddybären betrachten, während er sich wundert, weshalb er plötzlich so einen guten Lauf bei den Weibern hat. Angespornt von so viel Erfolg, wird dann vom Frauenversteher schon mal so lange eine Salzstange lasziv geleckt, bis ich brechen muss. Kevin, lieber Kevin, warum sollte es eine Frau antörnend finden, wenn du Knabbergebäck so lange lutschst bis es weich ist?!

Die Moderatorin Charlotte Karlinder ist offensichtlich im 27. Monat schwanger, aber keiner weiß, von wem. Wenn ich sie gestern beim Nuscheln richtig verstanden habe, soll ihr Freund behaart sein, aber das hilft mir jetzt auch nicht richtig weiter. Ich werde allein schon deswegen weiter dranbleiben, weil ich wissen muss, ob die Karlinder im armen oder reichen Bereich niederkommen wird. Und ob Salzstangenlutscher Kevin dann die verständnisvolle Hebamme machen wird.

 

Blog-Experiment: Der geteilte Lacher Januar 13, 2008

Gespeichert unter: Begegnungen, Comedy, Liebe, Mein Leben — lapetitepatate @ 4:21

Folgender Dialog erschließt sich in seiner ganzen herzerfrischenden Unsensibilität erst durch Anklicken des Links zum kooperierenden Blog.

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Sie so: „Ich muss in Zukunft mal öfter an mich denken!“

Er so: Link

 

Kartoffel und die 3 Unheiligen Januar 11, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Begegnungen, Kinder, Mein Leben, Politische Anklänge, Soziales — lapetitepatate @ 9:55

Letzten Sonntag hat’s bei uns an der Haustür geklingelt.
„Mein Mitmensch wird sich schon darum kümmern“, denke ich noch so, als es von unten mir mehr als lieblich entgegenflötet:
„Toffiiiiii, kommst du mal?!“.
Bei diesem Tonfall war mir sofort klar, da steht jemand vor der Tür, der ganz bewusst für mich gekommen sein muss und der in diesem Moment schon zuhört. Scheiße. Meine Mutter? Eine Blogleserin, die zum Kartoffelklatsch vorbeigekommen ist?

Dann schon mit etwas mehr Nachdruck: „Kommst du jetzt? Du bist doch ka-tho-lisch!“
Bitte was? Hä?
Und da sehe ich auch schon das ganze Ausmaß des Schreckens. Die Sternsinger. Die waren noch nie bei mir!

Da stehen also drei kleine Kinder vor mir, alle mit dilettantisch gebastelten Pappkrönchen (in mausgrau!) und Umhängen aus uralten Vorhangstoffen, in denen gerade in diesem Moment eine Kolonie Milben ihre Loveparade feiert. Igitt.
Der Mohr übrigens mit offensichtlich passendem Migrationshintergrund, was die Truppe optisch und in ihrer Glaubwürdigkeit für mich aufwertet.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe durchaus Respekt vor jedem Kind, das am schulfreien Sonntag für einen guten Zweck um die Häuser zieht.

Das eigentliche Drama waren allerdings die drei jugendlichen Begleitpersonen. Drei Trutscheln, pickelig, ungepflegt und so schlecht gelaunt, dass man sich fragt, warum die das hier überhaupt machen. Was könnte dahinter stecken? So was wie der „Warnschussarrest“? Einen Tag Bettler bei der Arbeit begleiten? So als Abschreckung, damit die Damen mal sehen, was passiert, wenn man zu oft die Schule schwänzt und nie die Haare wäscht?

Während die kleinen Könige 18 Strophen „Gloria“ runterleiern, legt sich eine der Aufpasserinnen mit meinem Nachbarsjungen an, der ca. 30 m entfernt einen Heidenspaß an den singenden Kaspern hat. Ganz ladylike und der besinnlichen Stimmung keineswegs zuträglich brüllt Madame also:
„Ey, halt’s Maul!“
Die Kinder singen unbeirrt weiter. Sie scheinen schon Einiges gewohnt zu sein. Ich bekomme einen schrecklichen Lachanfall. Scheiße, was für eine skurrile Scheiße.

Als das Gesinge endlich vorbei ist, schauen mich die Könige erwartungsvoll an.
„Schön gemacht!“, höre ich mich da sagen.
Was bin ich für eine widerliche Heuchlerin. Als Abbitte spende ich sofort 5 €.

Gerade als die unheilige Karawane weiterziehen will, dreht sich die mit den meisten Mitessern noch mal zu mir um:

„Hatten sie uns bestellt?“
„Nein.“
„Scheiße. Alles umsonst.“

Ich habe mir dann übrigens noch einen Segen für mein Haus gesichert. So viel Zeit muss sein. Ich hatte da so Kindheitserinnerungen an Kreidegekritzel über der Haustür. Heute hat man sich bei der Kirche den Umständen angepasst: es gibt Aufkleber mit dem Segensspruch drauf! Wahrscheinlich, weil man den Kindern das Schreiben nicht mehr zutraut. Und aufkleben musste ich das Ding auch noch selbst.

Die Drei Weisen aus dem Morgenland sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

 

Kartoffelklatsch mit Anny Hartmann Januar 8, 2008

Gespeichert unter: Begegnungen, Comedy, Kartoffelklatsch mit Promis, Kleinkunst — lapetitepatate @ 9:12

toffi mit anny hartmann

 

Anny Hartmann. Stand-Up-Kabarettistin, Autorin und Regisseurin mit einer Vorliebe für Essen, Schlafen und guten Sex. Bereits im Alter von sechs Jahren feierte sie angeblich erste Erfolge mit Parodien von Volksmusiksängern, landete dann aber ganz bürgerlich hinter einem Bankschalter. Zum Glück kehrte sie dem Geld bald den Rücken, und so tourt Anny Hartmann heute mit ihrem Soloprogramm „Zu intelligent für Sex?“ durch ganz Deutschland.

„Anny Hartmann glänzt durch ihren trockenen Humor und ist die Kabarettistin unter den Komikern – ein Toptalent der Zukunft!“
(Thomas Hermanns)

Von der Bühne des Quatsch Comedy Clubs direkt zum Kartoffelkränzchen!


Weichkochend. Bissfest. Très dangereuse.

Kartoffelklatsch mit Anny Hartmann.


1. Mein schönstes Erlebnis mit einer Kartoffel:

Ich war mit einer Freundin segeln und im völlig albernen Zustand wollten wir die restlichen Pellkartoffeln essen – Lisa holte die letzte Kartoffel unter riesigem Wirbel und mit den Worten „and the winner is…“ aus dem Topf. Ok, muss man wohl dabei gewesen sein.

2. Mit diesem Buch kann man am besten Spinnen erschlagen:

Spinnen erschlägt man nicht – die vernichten andere lästige Insekten. Und Bücher liest man! Aber wenn sich ein Buch eignet, um z.B. Mücken zu erschlagen (ja, Mücken erschlägt man! Die vernichten keine anderen Insekten, Vogelfutter gibt es auch ohne sie genug und sie rauben mir den Schlaf), dann „die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär“. Ein dickes, schweres und fantastisches Buch.

3. Es ist unfassbar, aber bei diesem Film muss / kann ich immer heulen:

Bei der Folge von Futurama, als Fry seinen alten Hund klonen will.

4. Der Tag ist für mich gelaufen, wenn folgendes Lied im Radio kommt:

Egal was von Xavier Naidoo.

5. Mein unvergesslichstes Erlebnis im Schulsport war:

Als mein Lehrer zu mir sagte „die letzten werden die ersten sein, du läufst jetzt mit den Jungs!“ Ich war zu schnell für die anderen Mädchen. So bin ich gezwungen worden, den Jungs hinterher zu rennen – wahrscheinlich mag ich Männer deswegen auch heute noch so gern.

6. Ich geb’s zu, als ich 13 war, hatte ich ein Poster an der Wand von:

Modern Talking. Schlimm, aber die Pubertät entschuldigt einiges.

7. Niemand sollte je erfahren, dass ich:

Das werd ich ja sicher hier verraten – netter Versuch!

8. Am Sonntagmorgen möchte ich auf keinen Fall, dass:

Der Wecker klingelt. Eines der besten Sachen am Künstlerberuf: nicht früh aufstehen müssen!

9. Wenn ich 
Flipper im Schwimmbad treffe, würde ich ihm sagen:

„Du brauchst ein Navi!“

10. An mir wird immer unterschätzt, dass ich:

eine tolle Lebensgefährtin bin.

11. Dafür stehe ich sogar nachts auf:

Um einen Witz zu machen. Und für Essen. Und Sex.

12. Ich hätte besser den Mund gehalten, als ich:

zu Frühausscheidern einer Casting Show, die mir stolz ihre Autogrammkarten zeigten, sagte „Na prima, dann könnt ihr jetzt ja Loser-Quartett spielen!“

13. Zu einem perfekten Schaumbad gehört für mich:

Na was wohl: Schaum! Und eine Wanne drum herum. Am besten gefüllt mit warmen Wasser.

14. Wenn mein Leben ein Roman wäre, würde er mit folgendem Satz beginnen:

„Außer ihr schien niemand die Komik dieser Szene zu erkennen und somit wurde ihr lautes Gelächter – mal wieder – als unpassend empfunden.“

15. Wenn morgen mal wieder überraschend eine Fee bei mir klingelt, wünsche ich mir:

Niemals den Humor zu verlieren. Und mehr guten Sex in der Welt, dann wäre sie friedlicher. Okay, weniger Hunger würde die Stimmung auch merklich aufhellen.

Bonusmaterial:
Was ich einer Kartoffel schon immer mal sagen wollte:

„Du bist formschön, lustig und lecker und machst satt – was will man mehr?“


Visuelles Kurz-Psychogramm:

All about Anny!

 

Anny Hartmann live on stage:

 

… für alle weiterführenden Fragen:

Anny Hartmann im Internet inklusive Fanshop, Terminen und pfiffigen eCards:

www.annyhartmann.de

 

Kartoffel mag’s heute melancholisch Januar 5, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Aus aller Welt, Begegnungen, Liebe, Mein Leben, Musik, Queer, Theater — lapetitepatate @ 5:43

 

lass dich fallen

 

winter in kartoffelhausen

 

melancholie

 

winterimpressionen

 

 

Melancholie

Bläuliche Schatten. O ihr dunklen Augen,
Die lang mich anschaun im Vorübergleiten.
Guitarrenklänge sanft den Herbst begleiten
Im Garten, aufgelöst in braunen Laugen.
Des Todes ernste Düsternis bereiten
Nymphische Hände, an roten Brüsten saugen
Verfallne Lippen und in schwarzen Laugen
Des Sonnenjünglings feuchte Locken gleiten.

Georg Trakl (1887-1914)

 

Da sitze ich also beim Tierarzt zwischen drei Dobermännern und einem Berner Sennenhund. Meine Katze schmollt neben mir in ihrer Transportbox und flucht dabei, was das Zeug hält. Wieso macht eigentlich das kleinste Tier im Wartezimmer den meisten Lärm?

Schnell mal so tun, als ob man nicht dazu gehört und in einem Magazin geblättert.

Dabei fallen mir Fotos ins Auge, die mich in ihrer Optik und Aussage sofort komplett fesseln. Erst viel später realisiere ich, dass sie eine Künstlerin zeigen, die ich unter anderem dafür bewundere, dass sie abgründige Melancholie mit geballter Lebensfreude in ihrer Kunst zusammenführt. Und das in einer Intensität und Ehrlichkeit, wie es nur wenige Menschen vermögen.

 

Foto 1+3: besagte Fotos, Foto 2+4: Winter in Kartoffelhausen

 

 

Kartoffel wertet aus und ab Januar 4, 2008

Gespeichert unter: Begegnungen, Mein Leben — lapetitepatate @ 1:11

Fantastisch!

Ihr hattet recht, es war ein Puzzle!

Und die Lösung lag die ganze Zeit so nah!

 

So schaut also meine Zukunft symbolisch aus – Serviervorschlag 1:

Alien1

Oder auch so – Serviervorschlag 2:

Alien2

Was das alles zu bedeuten hat? Keinen Schimmer. Aber eines weiß ich ganz genau: ich möchte bitte nichts damit zu tun haben!

 

Kartoffel blickt in die Zukunft Januar 1, 2008

Gespeichert unter: Auf dem Land, Aus aller Welt, Begegnungen, Liebe, Mein Leben — lapetitepatate @ 2:44

„Bleigießen!

Schau in die Zukunft!

Ein toller Spaß für jung und alt!“


(„Achtung: Nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet!  Blei und Trockenbrennstoff nicht in den Mund nehmen!“)

So viel zur Theorie des Bleigießens.

Nun zur Praxis:

...meine Ergüsse...

 

So. Schaut Euch das Elend nur genau an. Das sind die gesammelten Werke einer Silvesternacht. Jaaa, da war die Luft aber mal ratz fatz richtig bleihaltig. Bombenstimmung sozusagen. 

Nach dem Abschrecken ging’s dann an die gemeinsame Auswertung der Ergüsse. Zum Glück lag dem Unterhaltungspaket auch ein kleines Heftchen mit Interpretationshilfen bei. Alphabetisch angeordnet findet man nahezu alle Dinge, die man halt so gießt - und deren tiefere Bedeutung.

Beispiel: „Frau: Sex steht im Haus.“ Oder „Gurke: Hüte Dich vor Brillenschlangen.“ und „Rübe: Man hält Dich für intelligent.“

Und das sind Originalzitate!

Hallooooo? Wecker, Ziege, Quadrat, Quitte, Lippenstift, Leuchtturm??? Hat irgendwer schon mal so etwas Filigranes hinbekommen? Und wo stehen die wirklich ergießbaren Sachen? Warum will mir keiner sagen, was Phallus, Pimmel, Schwanz oder auch Spermium zu bedeuten hat?

Klar, „Storch“ gibt’s dann wieder: „Eine Beziehung zeigt Folgen“.

Nee, nächstes Jahr mache ich wieder einen Käsescheiterhaufen. Da hat man mehr davon.

 

PS:

Falls Sie, lieber Leser, als objektiver Betrachter irgendetwas Sinnvolles in meinen Bleiskulpturen erkennen sollten, bitte ich um sachdienliche Hinweise! Danke.