La Petite Patate

……………Weichkochend. Bissfest. Und très dangereuse!

Kartoffel schätzt feine Nuancen November 29, 2007

Gespeichert unter: Begegnungen, Mein Leben, Queer — lapetitepatate @ 9:28

Neulich auf dem Pausenhof der Grundschule in Kartoffelhausen. Zwei Mädchen streiten sich leidenschaftlich, voller Hingabe werden Gemeinheiten ausgetauscht.

Mädchen 1 zu Mädchen 2: „Ey, bist Du schwul, oder was?“

Mädchen 2 hält kurz inne, zieht die rechte Augenbraue hoch und erklärt in einem sachlichen, abgeklärten Tonfall:

„Also, wenn schon, dann bin ich lespik.“

In dem Moment fällt’s der anderen wie Schuppen von den Augen.

„Ach, nee, sorry, klar, Du bist dann natürlich lespik!“

Da solche Momente der Erkenntnis bekanntlich zusammenschweißen, gehen die beiden Weisen daraufhin einvernehmlich ab. (Wahrscheinlich verprügeln sie jetzt in diesem Moment einen kleinen schmächtigen Jungen aus der 1a.)

 

Kartoffel und das kuriose Liedgut November 25, 2007

Gespeichert unter: Aus aller Welt, Chanson, Comedy — lapetitepatate @ 3:11

Die Kleine Kartoffel inspiriert ja immer wieder mal Leser zu den wunderbarsten Assoziationen und lieblichsten Geschichten.

Kürzlich bekam ich nun ein kleines Liedchen zugespielt.

Ein kleines Lied für die Welt, aber eine große Hymne an die Kartoffel!

Hört, hört, „kurioses Liedgut“ des Comedians Volker Suhrmann:

Ich möchte eine Kartoffel sein.
Grabt mich bitte in die Erde ein.
Ich will dann Pflanzkartoffel spielen,
mit den Augen in den Boden schielen.

Ich möchte Frühkartoffeln zeugen,
dicke Knollen mit meiner Stärke säugen.
Man darf mich ruhig Erdapfel nennen,
so wie mich ja die Ösis kennen.

Ich möcht als Salzkartoffel enden,
man darf mich auch als Bratkartoffel wenden.
Nur möcht ich nicht in Frittierfett sterben,
will niemals Pommes Frittes werden.
(summt weiter)

 

Kartoffel und der grüne Dandy November 21, 2007

Gespeichert unter: Cartoon, Chanson, Kleinkunst — lapetitepatate @ 9:11

Gurken-Dandy...!

„Cucumber In Disguise“

Die Verrückte Killergurke feiert in Kartoffelhausen erste zweifelhafte Erfolge als Denis Fischer-Impersonator.

Die Kleine Kartoffel ist skeptisch, denn es kann nur Einen geben.

 

Kartoffel nimmt das Geld und rennt November 19, 2007

Gespeichert unter: Begegnungen, Mein Leben — lapetitepatate @ 9:04

So. Am Samstag war die Kartoffel einkaufen.
Aufgrund einer chronischen Riechknollenverstopfung wurde ich vom Kabarettisten meines Vertrauens begleitet, damit dieser mich gepflegt unterhalten und bei der Auswahl des neuen Weichspülers behilflich sein kann.

Auch wenn mir bewusst war, dass die Einkaufszeit keinesfalls strategisch geschickt gewählt war, überraschte mich der riesige Menschenauflauf im Supermarkt. Hatte ich doch etwas zu lange geschlafen und stand bereits Weihnachten vor der Tür? Gibt’s das ultimative Angebot, und ich weiß wieder nichts davon? Vielleicht Bahntickets zum halben Preis? Oder ein günstiger Restposten Butter?

Die Stimmung im Laden ist gereizt und mein Kabarettist hat schon direkt nach dem Regal mit dem Weinsauerkraut keine Lust mehr auf Späße. Also, so macht das ja keinen Sinn. Da kann ich genauso gut alleine einkaufen gehen.
Sei’s drum,  widme ich mich eben dem Unterhaltungsprogramm im Laden, wundere mich darüber, warum es im November bunte Eier gibt und warum die BHs bei Tchibo immer erst bei Größe 75B beginnen. Macht Kaffeegenuss eine pralle Oberweite? Oder haben Teetrinker kleinere Brüste? Jedenfalls gibt’s in der Teeabteilung keine Dessous.

Meine Begleitung hat sich inzwischen bei den Kaffeebohnen festgeglotzt, und ich kann alleine entscheiden, ob meine Katzen auch weiterhin Lust haben werden auf Putenstückchen in Käsegelee.

Und jetzt nix wie ab an die Kasse, bevor mein Kasper quengelig wird und dann wieder behauptet, er bräuchte sofort und akut etwas Süßes, bevor sein Humorzentrum irreparabel geschädigt wird. (Warum liegen diese Naschereien auch immer auf Kabarettistenhöhe? Das ist doch Absicht!)

Ach Du heilige Lenorflasche! Nur zwei Kassen besetzt und Schlangen bis zur Wursttheke im hinteren Bereich des Ladens. Vor uns ein esoterisch-durchtriebenes Pärchen. Er mit Zopf und Rucksack und sie mit selbst gestricktem Schal und Socken. Wenigstens was zu gucken auf dem Weg zur Kasse.

Moment mal… Ein Riesenschild über dem Eingangsbereich des Ladens verspricht hier doch Kundenfreundlichkeit:

„Länger als 5 Minuten gewartet und nicht alle Kassen besetzt? Dann erhalten Sie 2,50 € von uns!“

Na, so macht das Warten doch gleich viel mehr Sinn.

Nach 11 Minuten und 13 Sekunden lädt dann das Paar vor uns seine verwelkten Bioprodukte aufs Band. Auf dem Weg dorthin hat er sich übrigens mehrerer Warenteile entledigt, nachdem sie ihm vorgerechnet hat, was das wieder alles kostet. Dabei war er so glücklich über seine Softi-Taschentücher mit Tigger & Winnie the Pooh-Motiven. Die landeten dann prompt im Waschmittelregal, wo sie garantiert nicht hingehören. Das mag ich ja. Groß einen auf Öko machen, aber dann respektlos den Supermarkt verwüsten.

Und dann kommt’s. Der Typ säuselt den Kassierer voll, er wolle jetzt dann doch mal die ihm zustehenden 2,50 € fürs Warten haben.

„Also, wenn DER das macht, dann machen WIR das aber aus Prinzip nicht!“, sagt mein Begleiter – und ist somit fein aus der Sache raus.

Ich bin da ja etwas anders. Ich denke ja, dass ich mir mit 13 Minuten Wartezeit die kleine Belohnung verdient habe. Ein bisschen schmarotzerisch fühle ich mich natürlich schon dabei, vor allem auch, weil man mich mit so einem unsensiblen Kabarettistenblick moralisch unter Druck setzt. Und dann noch der Satz: „So, so, die armen Kassierer bekommen das bestimmt vom Gehalt abgezogen…“

Egal, für 2,50 € kann ich schon wieder eine Runde Puddingschnecken ausgeben.

Ich stecke die finanzielle Entschädigung also in meinen Geldbeutel und verlasse im Sauseschritt den Laden. Dicht gefolgt von meinem schlechten Gewissen auf zwei Beinen, das großzügig verkündet: „Du kannst das Geld ruhig behalten, ich verzichte auf meinen Anteil…“

Sehr lustig. Ich meine, ich hätte da Applaus gehört.

 

Kartoffels absurde Erlebnisse voller Liebreiz II November 17, 2007

Gespeichert unter: TV — lapetitepatate @ 1:15

Neulich im Quiz-Taxi auf Kabel 1.

Thomas Hackenberg. Ein Ehemann. Eine Ehefrau. Beide farblich und intellektuell stimmig.

Frage: „Welcher Name steht im deutschen Buchstabieralphabet für den Buchstaben O ?“

Die Kandidaten sind sichtlich verunsichert. Hätten sie mal lieber die Straßenbahn genommen.

„Ich gebe Ihnen eine kleine Hilfe. Es heißt zum Beispiel A wie Anton… Und beim O ist es O wie…?! Naaaa?“

Das Ehepaar schaut sich erleichtert an und ohne zu zögern sprudelt es aus Beiden zeitgleich heraus:

„O wie schade!“

Z wie zu blöd aber auch.

 

Kartoffel und der naturtrübe Apfelsaft November 14, 2007

Gespeichert unter: Auf dem Land, Cartoon, Politische Anklänge — lapetitepatate @ 9:00

(c) Hessische Staatskanzlei

Die Odenwälder Apfelkönigin mit ihren Apfelprinzessinnen

- und der Kartoffelkönigin der Herzen.

 

Aus Versehen mit aufs Bild gerutscht: Ministerpräsident Roland Koch, der voller Stolz seinen frisch erstandenen Fresskorb mit liebevoll dekoriertem Apfelsaft in die Kamera hält.

Der Neid muss es lassen: Roland hat den dicksten Schmollmund und den seidigsten Haarglanz.

 

Denis Fischers lebenslustige „Death Songs“ November 11, 2007

Gespeichert unter: Begegnungen, Chanson, Kleinkunst, Musik — lapetitepatate @ 6:28

Sylvia, die Theaterleitung, strahlt übers ganze Gesicht und hat sich für das Gastspiel von Denis Fischer aufgebrezelt wie lange nicht mehr. Man ahnt es schon, heute Abend ist ein Ausnahmekünstler zu Gast. Und der ist heterosexuell, was ja im Chansonbereich so oft vorkommt wie eine Panflöte in der Heavy-Metal-Branche.   (c) zanella
Auch das Durchschnittsalter des Publikums ist plötzlich um 30 Jahre gesunken, kaum eine ergraute Dauerwelle zu sehen. Nein, das kann kein Kleinkunstabend sein. Ich werde langsam unruhig. Das Programmheft kündigt Denis Fischer zum Auftakt der „ChanSong“-Reihe an und verspricht „Death Songs“- Lieder über Friedhöfe, Drogen, die Liebe und den Tod.

Nun gut, warum nicht der herbstlichen Verstimmung morbide Nahrung geben.
Meine liebe Krokette hält sich neben mir tapfer an ihrem Tannenzapfen-Bierchen fest, die blutrot ausgeleuchtete Bühne fest im Blick.

Und dann kommt Denis Fischer. Er tritt auf und singt. „Bang Bang“. So minimalistisch und unaufgeregt, dass ich sofort Gänsehaut bekomme und mit vor wohligem Entsetzen weit aufgerissenem Mund wie paralysiert dasitze. „Bang Bang“. Diese Stimme! Glasige Augen auch bei der Krokette.

Innerhalb weniger Minuten liegt das Publikum Denis Fischer aus vollem Herzen zu Füßen. So muss eine Offenbarung aussehen. Da vorne im Scheinwerferkegel auf der kleinen Bühne steht ein zarter Mann, die Haut so weiß wie lactosefreie Milch – und hat eine charismatische Bühnenpräsenz wie Juliette Greco und den Sexappeal eines Iggy Pop.

Ja, Denis Fischer ist der jüngere Bruder von Chansonnier Tim Fischer. Ach so, nur der kleine Ableger vom großen Fischer, der halt auch mal auftreten darf?
Weit gefehlt!

In der Pause versucht das Publikum, das soeben Erlebte zu verarbeiten, indem es eine Schublade sucht für diese Sonderbegabung. Chanson sei es nicht, nein. Er wäre der junge Freddie Mercury. Und er sähe aus wie der Sänger von Depeche Mode. Mich erinnert er stimmlich an Brian Molko von Placebo. Das muss man erst mal schaffen!

Leidenschaftlich von Carsten Sauer am Flügel begleitet, wagt sich Denis Fischer an alle großen Meister der jüngeren Popmusikgeschichte ran – und wird ihnen mehr als gerecht. Oft gibt es ja nichts Platteres als Coverversionen von Liedern, die andere viel besser können. Man denke nur mal an Karel Gott, der tatsächlich „Paint It Black“ von den Rolling Stones gesungen hat.
Aber Fischer macht etwas Neues, Einzigartiges aus seinen Vorlagen. Gut, das hat Karel Gott auch getan. Aber so meine ich das nicht. Denis Fischer covert mit einer Dunkelheit und Abgründigkeit in der Stimme, wie ich es selten gehört habe. Vom Ohr direkt in die Seele, wo sich die Lieder einnisten und noch Tage später wirken.

(c) heidrich

Und zwischendurch serviert der Sänger auch mal ein eigenes Lied über Sommersprossen und Blutspritzer, das sich mir nichts dir nichts in die Reihe großer Klassiker einfügt. Da wird schnell klar, welches Potential in diesem Künstler schlummert. Der Mann hat was zu erzählen. Und er beherrscht sein Handwerk.

Damit der Abend nicht zu abseitig düster wird, unterhält Denis Fischer mit seinen kurzen Moderationen charmant das Publikum und wirkt dabei erfrischend unverbraucht und so, als ob er auch selbst Spaß hätte an dem, was da an diesem Abend in diesem kleinen Theater passiert.

Nach zwei Stunden ist der Zauber viel zu schnell vorbei. Denis Fischer steht im Bühnennebel und singt „Enjoy the Silence“. Nein, er singt nicht, er lebt das Lied. Und ich glaube ihm jedes Wort.
Dann passiert’s. Der Sänger zieht sein schwarzes T-Shirt aus und gibt einen Blick auf Sterne und Fischgräten frei. Ach herrje, dass Tattoos auf weißer Haut so gut wirken.

Leider hatten die Krokette und ich gerade keinen BH übrig, den wir auf die Bühne hätten werfen können. (Wer rechnet denn auch mit so viel Ekstase im Kleinkunstbereich.)

Was für ein Konzert. Was für ein Abend. Ein historischer Moment – und ich war dabei. Und die Krokette.

Gebt Denis Fischer eine schlagkräftige Band und befreit ihn aus der Schublade „Chanson“, dann ist alles möglich.

„Ja, Denis Fischer könnte der deutsche David Bowie werden. Der hätte das Zeug dazu.“
(Frederic Hormuth)

*****

Fortbildungsempfehlungen für alle Unwissenden:

http://www.denis-fischer.de/

http://www.myspace.com/denisfischer 

 

The Potato of the Opera November 7, 2007

Gespeichert unter: Cartoon — lapetitepatate @ 1:10

ganz nah ist das phantom der oper da...


The labyrinth underground. The Phantom and the Kartoffel take their strange journey to the Phantom’s lair. Candles rise from the stage.

In sleep he sang to me

in dreams he came…

that voice which calls to me

and speaks my name…

Those who have seen your face

draw back in fear…

I am the mask you wear…

In all your fantasies,

you always knew

that potato and mystery

… were both in you

 

Kartoffel und das Quiz Taxi 4.0 November 5, 2007

Gespeichert unter: Aus aller Welt, Filme, Mein Leben, TV — lapetitepatate @ 3:49

Als kleine verfressene Kartoffel bin ich immer rettungslos ergeben, wenn man mich liebevoll bekocht. Deshalb schaue ich auch regelmäßig „Das Perfekte Dinner“ auf VOX. Lecker, lecker und die eigene Küche bleibt sauber. Allerdings nerven mich die Werbepausen immer ganz schrecklich. Da wird dann brutal zwischen Vorspeise und Hauptgang unterbrochen, dass mir fast der Appetit vergeht.

Ich habe also nur zwei Möglichkeiten.

Erstens: während des Werbeblocks den Ton abdrehen, was sich allerdings nur für mich als ideale Lösung herausstellte. Meine Co-Couchkartoffel hasst nämlich nichts mehr als ein Fernsehbild ohne Ton und verfällt dann immer in einen dem Hospitalismus ähnlichen Zustand, bevor der Kragen platzt und das Hirn implodiert.

Okay, okay, muss ja nicht.

Also Möglichkeit zwei: Rüberzappen auf Kabel 1, wo das Quiztaxi durch ganz Deutschland inklusive Mallorca gurkt und die skurrilsten Passanten in unerwartete Prüfungssituationen bringt. Am Steuer Thomas Hackenberg, der sein Taxi zärtlich „fahrendes Baguette“ nennt und früher bei „Wie bitte“ am Start war.

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass der Herr Hackenberg ausschaut wie Bruce Willis?

Natürlich wäre das an sich kein Problem. Ich konnte bis gestern auch gut damit umgehen. Doch dann hat meine Co-Couchkartoffel zum gemeinsamen DVD-Abend „Stirb langsam 4.0″ angeschleppt. Sie wissen schon, der alternde Bruce Willis muss noch mal ran und mal wieder das ganze Universum retten.

Nach 6 Minuten und der ersten Ballerszene bin ich eingeschlafen. Selig schlummernd inmitten eines Dolby Surround 5.1-Klangteppichs aus Detonationen und Gewehrsalven.

Als ich wieder aufwache, sehe ich, wie Thomas Hackenberg unter Beschuss durch düstere Straßen fährt und wundere mich kurz, warum er blutverschmiert ist und so betont männlich Witze reißt, bis die nächste Frage kommt.

Langweilige Folge. Also schnell mal umgeschaltet zum „Perfekten Dinner“, da müsste doch jetzt gerade die Punktevergabe kommen.

In diesem Moment trifft mich der blutunterlaufene Blick der Co-Couchkartoffel.

Oh-oh. Ich bin im falschen Film. In mehrfacher Hinsicht.

Notiz für mich:

Merke, bei „Stirb langsam“ gibt’s keinen Passantenjoker!

 

Kartoffel und des Pudels Kern November 3, 2007

Gespeichert unter: Cartoon, Musik, Tierwelt — lapetitepatate @ 3:00

 

Die Stimmung ist gut!

Da soll noch mal einer sagen,

dass Unterhaltungsmusik nicht sexy macht.

 

(No animals were harmed during the shooting. Zumindest nicht mehr als sonst auch.)

Nicht, dass Sie mich jetzt falsch verstehen, ich mag die Jacob Sisters. Immerhin singen diese Wonneproppen so sinnenfreudige Sachen wie „Die Ballade von der Pellkartoffel und dem Hering“ oder „Mollige Frauen sind sexy“.

Hören kann ich’s allerdings nicht.

Falls Sie sich als informierter Leser jetzt Sorgen machen, warum das Schwestern-Quartett schon wieder nur zu dritt auftritt -Schwester Rosi war nur mal eben schnell für kleine Sachsenmädchen.