Neulich im einheimischen Mischwald. Spaziergang auf einem etwas unaufgeräumten, aber wild lauschigen Weg. Ein Fleckchen unberührte Natur, ein idyllisches Kleinod für Pflanzen und Tiere, die hier ungestört allem nachgehen können, was ihnen Spaß macht.
Kartoffel: „Oh, schau mal, ein toter Vogel!“
Meine Begleitung legt ihren Kopf weit in den Nacken, schaut nach oben in den wolkenlosen Himmel und versucht allen Ernstes, zwischen den Baumspitzen am Horizont etwas zu erkennen.
Kartoffel: „Tot. Der Vogel ist tot.“
Da knirscht es auch schon unter dem Wanderschuh meiner Weggefährtin. Krkch. Volltreffer.
Kartoffel: „Toll.“
„Ach so, stimmt ja, tote Vögel fliegen ja nicht mehr!“
– Wahnsinn, die Erkenntnis kam prompt. Und während man neben mir noch versucht, die letzten Federn aus dem Profil zu kratzen, suche ich nach rationalen Erklärungen für ein Verhalten, das man sonst nur aus dem langbärtigen Witz kennt, der selbigen Handlungsverlauf aufweist.
Glaubt Frau Sielmann neben mir tatsächlich, es könnte einen Vogel spontan beim Ausfliegen erwischt haben – altersbedingte Herzschwäche oder Herzverfettung – und der Vogel fällt dann so vom Himmel, dopst an einer Tannenspitze ab und bleibt kurz vorm finalen Aufprall mit einer Kralle am Ast hängen? Kopf nach unten?
Gar nicht mal so logisch.
Ich sehe schon, für die Safari in Afrika muss ich mir eine andere Reisebegleitung zu suchen.


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gummierten Zitrone. Keine 300m weiter hängt neben dem Kindergarten ein propper eingepackter Maiskolben mit dem Slogan „Poppt sicher!“. Und an der Scheune von Bauer Schmitz klebt ein Plakat mit dem frechen Spruch „Passt auf jede Gurke!“. Mensch, der olle Schmitz, der ist sich ja auch für nix mehr zu schade. Macht einen auf Biobauer und wirbt gleichzeitig für künstliche Einweg-Umverpackungen.


